Automarke Opel

Die deutschen Erfolgsmarken und ihre Gestalter.

 

Mark Adams, amtierender Designchef von Opel

Mark Adams, amtierender Designchef von Opel.

Opel

Als Schlosserlehrling erkundet Adam Opel ab 1857 in Belgien, England sowie Frankreich den technischen Entwicklungsstand der Nähmaschine und ihrer industriellen Produktion. Mit 25 Jahren baut er in Rüsselsheim seine erste Nähmaschine, 1862 gründet er eine Nähmaschinenfabrik. 1886 beginnt Adam Opel die Fahrradproduktion und wird bald zum größten deutschen Fahrradhersteller. Mit Automobilen hat der 1885 gestorbene Industrielle nichts im Sinn – und doch heißt der aktuelle Kleinwagen von Opel nun „Adam“. 1899 begründen die fünf Söhne und Adam Opels Witwe Sophie die Autoproduktion in Rüsselsheim als drittes Geschäftsfeld.

Fritz von Opel entwickelt ab 1928 spektakuläre Raketenantriebe für Rennwagen. Uneins, wer das Unternehmen leiten soll, verkauft die Familie 1929 einige, ab 1931 sämtliche Anteile an General Motors (GM) in den USA. Opel erhält neues Kapital, GM bekommt Zugang zum damals expandierenden europäischen Markt. 1935 kommen der Olympia, das erste Auto mit Ganzstahlkarosserie und der Opel P4 auf den Markt, der zum alltagstauglichen Volksautomobil wird.

Nach dem Krieg orientieren sich neue Modelle an amerikanischen Styling-Moden. Der erste Design chef ist 1962 Clare MacKichan. Unter ihm erscheint 1964 der „Opel Kapitän“, die kompakte Version eines Straßenkreuzers. Der sportliche Opel GT von 1968, entworfen vom Designer Erhard Schnell, wird beworben mit dem Slogan „nur Fliegen ist schöner“. Schnell zeichnet auch für den ersten Manta (1970), den Calibra (1989) und Vectra (1988) verantwortlich. US-Designer wie Wayne Cherry (1983–1991) und Bryan Nesbitt (2004–2007) und Briten wie Martin Smith (2002–2004) und derzeit Mark Adams stehen jeweils an der Spitze des Design teams. Opel trotzt seit Jahren Werkschließungen, die der Mutterkonzern fordert. Zu den innovativsten Modellen aus Rüsselsheim gehört das Elektroauto Ampera (2009). Mit dem Kleinwagen Adam (2012) setzt Opel auf Stadtbewohner.

Weitere Infos unter www.opel.de