Design Designorientierte Hersteller von V-Z

Designorientierte Unternehmen in Deutschland von A-Z.

 

„Türdrücker 809“

„Türdrücker 809“

Vieler International

„Das Einfache ist nicht immer schön. Das Schöne ist aber immer einfach.“ Diesem Ausspruch des Architekten Heinrich Tessenow folgt das 1913 in Iserlohn-Letmathe gegründete Unternehmen bei der Entwicklung seiner Produkte – vom Türdrücker aus Aluminium bis zur Sanitärausstattung in Edelstahl. Seit 1937 produziert die Firma Türdrücker mit Kugellagerung, die mit verschiedenen Designpreisen ausgezeichnet werden. Heute beschäftigt der in dritter Generation geführte Familienbetrieb etwa 270 Mitarbeiter, die neben hochwertigen, minimalistischen Beschlägen auch Garderoben, Haushaltsutensilien und ganze Badausstattungen herstellen. Zu Vielers Kunden zählen erlauchte Kreise, darunter das Bundeskanzleramt, das Guggenheim-Museum in Bilbao und das Sony Center in Berlin. vieler.net

Bad „My Nature“

„My Nature“

Villeroy & Boch

Wer heute eine Reise im legendären Orient-Express unternimmt, speist von edlem Villeroy & Boch-Geschirr, das eigens dafür entworfen worden ist. Der Eisengießer François Boch beginnt 1748 in Lothringen mit der Herstellung von Keramikgeschirr, seine Söhne gründen 1765 in Luxemburg eine Manufaktur. 1836 schließen sich die Bochs und der Steinguthersteller Villeroy aus Mettlach zusammen. Die Porzellan- und Steingutgeschirre, Bodenfliesen und Sanitärkeramiken werden Verkaufsschlager. Heute versteht sich das saarländische Unternehmen als Lifestyle-Anbieter, der seine Geschäftsaktivitäten in Unternehmensbereiche „Bad & Wellness“ und „Tischkultur“ bündelt. 2007 gibt Villeroy & Boch einen Teil des Fliesengeschäfts an die international agierende türkische Eczaicibasi Gruppe ab. V & B beschäftigt weltweit rund 7 500 Mitarbeiter in 15 Produktionsstätten in Europa, Mexiko und Thailand. villeroy-boch.com

Leuchte und Stuhl von Vitra

Leuchte „Akari 1A“ (Isamu Noguchi)
Stuhl „Panton Chair“ (Verner Panton)

Vitra

Das in Weil am Rhein nahe der Schweizer Grenze ansässige Unternehmen produziert Design internationaler Stars. Möbel von Charles und Ray Eames und von George Nelson stellt die 1950 vom Ladenbauer Willi Fehlbaum gegründete und heute von Sohn Rolf Fehlbaum geführte Firma seit 1957 her. 1967 wagt Vitra mit Verner Panton das Experiment, den ersten Kunststoffstuhl zu produzieren, den „Panton Chair“. 1987 präsentiert Vitra die „Edition“, Stuhlobjekte von Ron Arad, Frank O. Gehry und anderen Designergrößen. Vitra richtet den Plenarsaal des Deutschen Bundestags und die Büros der EU-Kommission in Brüssel ein. Auch die Firmengebäude auf dem Werksgelände sind spektakulär: das Feuerwehrhaus von Zaha Hadid, der Konferenz-Pavillon von Tadao Ando, Herzog de Meurons gestapeltes Showroom-Haus oder Frank Gehrys Vitra Design Museum, dessen Ausstellungen internationale Erfolge sind. Seit mehreren Jahren baut das Unternehmen eine umfangreiche Home-Collection auf und arbeitet unter anderem intensiv mit der Holländerin Hella Jongerius und den Bouroullec-Brüdern, die A&W-Designern des Jahres 2013 sind, zusammen. vitra.com

Teppich „Bloom“ (Hadi Teherani)

„Bloom“ (Hadi Teherani)

Vorwerk

Bodenkür: 1883 gründen die Brüder Carl und Adolf Vorwerk in Wuppertal eine Teppichfabrik, um Bodenbeläge nach englischem Vorbild herzustellen. Um eigene Webstühle zu bauen, kommt eine Werkstätte hinzu, die sich zur Maschinenfabrik entwickelt. Nach 1945 wird die Marke Vorwerk vor allem durch Staubsauger und Haushaltsgeräte bekannt, die im Direktvertrieb die Herzen der deutschen Hausfrau erobern. Die Teppichfirma setzt in den 80ern auf Design und Umweltverträglichkeit. Vielfach ausgezeichnet ist die langfristig angelegte „Dialog Art Collection“ – über die Jahre gehören dazu die Kollektionen „Flower Edition“ mit Dessins von Gegenwartskünstlern wie David Hockney und Robert Wilson, sowie die Programme „Zeit des Jugend stils“ und „Frauen am Bauhaus“ (1994) nach Vorlagen der damaligen Textildesignerinnen. Gewohnte Sehweisen zu hinterfragen ist die jüngste Strategie – aktuell mit der mutigen (das Rechteck verlassenden) Kollektion von › Hadi Teherani. vorwerk-teppich.de

Möbel von Walter Knoll

Stuhl „FK Lounge“ (Preben Fabricius, Jørgen Kastholm)
Beistelltisch „Vladi“ (Eoos)

Walter Knoll

Bei kaum einer deutschen Möbelfirma verschlingen sich familiär wie geschäftlich so viele Stränge wie bei Walter Knoll. Wilhelm, der Vater des Namensgebers, ist noch Hoflieferant des Württembergischen Königs, Sohn Hans gründet mit Ehefrau Florence einen Knoll-Ableger in den USA. Walter Knoll selbst entwickelt seit 1907 innovative Möbel, etwa Aluminiumstühle für Zeppeline. In den 30er-Jahren zieht er von Stuttgart ins 40 Kilometer südlich gelegene Herrenberg. Insbesondere die Ausweitung um Objektmöbel lässt die Firma wachsen. 1993 kauft die Familie Benz, › Rolf Benz, das Unternehmen. Im Programm sind heute Klassiker wie der Stuhl „FK Lounge“ und aktuelle Möbel von Designern wie Norman Foster, Claudio Bellini und vor allem vom Wiener Designteam Eoos, mit dem Walter Knoll namhafte Preise gewinnt. walterknoll.de

Küche „Stockholm“ (Piet Boon)

„Stockholm“ (Piet Boon)

Warendorf

„Küchen für Persönlichkeiten“ – mit diesem Motto hat vor nicht allzu langer Zeit noch Miele für seine Küchen geworben. Inzwischen heißt die Marke Warendorf, benannt nach der Stadt in Nordrhein-Westfalen, aus der das Unternehmen stammt, das heute zur Schweizer Arbonia-Forster-Holding gehört. Seit 1973 werden hochwertige Küchenmöbel produziert. Hinter den Fronten aus edlen Hölzern, mit individueller Form und Farbe, steckt höchste Qualität und wegweisende Technik. Viele der neuen Modelle lösen die klassische Küchenaufteilung und damit die Grenze zum Wohnen auf, punkten mit grafischen Elementen und glatten, grifflosen Oberflächen. Designer wie Philippe Starck und Piet Boon haben für Warendorf entworfen. warendorf.eu

Möbel ”Chill“

”Chill“

Weishäupl Möbelwerkstätten

Während eines Motorradtrips 1974 kommt dem Rosenheimer Wirtschaftstechniker Oskar Weishäupl eine Idee: Auf der Piazza d’Erbe in Verona stehen riesige Marktschirme aus Holz und Segeltuch. Weishäupl übernimmt die Form und produziert mit seinem Partner Bob Arnold in ihrer fünf Jahre zuvor gegründeten Möbelfirma die italienischen Gartenschirme. Weishäupl trifft damit den Nerv der Zeit und gehört fortan zu den Trendsettern im Segment der Outdooreinrichtung. Es folgen erfolgreiche Möbelserien, wie das „Classic“- und das „Vienna“-Programm mit Hockern, Sesseln, Stühlen, Liegen und Tischen. Es besteht aus Eisen in Verbindung mit Holz, später auch aus Edelstahl. Auch kulturell engagieren sich die Bayern: Als die US-Künstler Christo für ihr Projekt „The Umbrellas“ Tausende riesiger Schirme in Kalifornien und Japan aufzustellen planen, liefert Weishäupl den ersten windfesten Prototypen, der dann Vorlage für die insgesamt 3100 Schirme der Aktion im Jahr 1990 wird. Die Schirme, die den Erfolg einst begründen, sind heute Kult und in allen erdenklichen Farben und Formen erhältlich. weishaeupl.de

Möbel von WK Wohnen

„WK 409 Artena“ (Siegfried Bensinger)
„WK 631 King Chair“ (André Vandenbeuck)

WK Wohnen

Der „Verbreitung des guten Geschmacks“ fühlen sich die „Deutschen Werkstätten“ verpflichtet. Sie gehen Ende des 19. Jahrhunderts aus den „Dresdner Werkstätten“ hervor und sind ein Zusammenschluss von Handwerkern, Malern, Bildhauern und Architekten. Die Produkte der Gruppe haben so großen Erfolg, dass 1912 zehn Inhaber deutscher Möbelhäuser daraus die WK-Gruppe gründen. Ziel ist es, Experten zu vereinen und mit Hilfe von externen Designern und freischaffenden Künstlern moderne Möbel zu entwickeln. Aufgrund der Erfahrungen der WK-Einrichtungshäuser werden die Designer gebrieft und die Entwürfe dann von ausgewählten Herstellern produziert. Heute ist WK dem Musterhaus Küchenverband angeschlossen. 2012 feiert WK Wohnen seinen 100. Geburtstag mit der Präsentation einer komplett überarbeiteten Kollektion. wk-wohnen.de

„Kochmesser Grand Gourmet Damasteel“

„Kochmesser Grand Gourmet Damasteel“

WMF

Mit der Sicherung der Exklusivrechte an „Cromargan“ in den 1920er-Jahren beginnt die Erfolgsgeschichte der „Württembergischen Metallwarenfabrik“ – die robust-pflegeleichte Stahlsorte erweist sich als optimal für Küchengerät jeden Zuschnitts. Bauhausdesigner Wilhelm Wagenfeld entwirft Produkte mit leichter Hand, funktional und pur und gleichzeitig in bester organischer Formensprache der 50er; einige davon sind bis heute im Katalog. Ab den 80er-Jahren zeichnen Designer wie Matteo Thun, › Sieger-Design, › Herbert H. Schultes oder › Torsten Neeland für WMF. Heute gehören auch Firmen wie › Alfi (Isolierkannen), › Silit (Töpfe) und die kleine Besteck-Marke Auerhahn zum Konzern. wmf.de

„Ledersofa Joker Plus“

„Ledersofa Joker Plus“

W. Schillig

Aus einer kleinen Korbmacherei ist 1949 das Unternehmen W. Schillig hervorgegangen, das heute mehr als 1300 Mitarbeiter an vier Standorten beschäftigt. In dem Showroom im Stammsitz in Frohnlach und in über 400 „W. Schillig“-Studios können die Kunden für ihr Sofa aus 150 Farben der Lederkollektion wählen. Für die elegante und zeitgemäße Gestaltung (so die Firmenphilosophie) zeichnet Chefdesigner Wilhelm Bolinth verantwortlich. Das Familienunternehmen bietet Kollektionen an, die mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten unterschiedliche Bedürfnisse ansprechen: klassische, junge, ergonomische Sessel und Sofas. Modulare Sitzelemente und Esszimmermöbel runden das Programm ab. schillig.com

Küche „Planeo Vitrin Perlgrau“

„Planeo Vitrin Perlgrau“

Zeyko

In bester Schwarzwälder Handwerkstradition liegt der Ursprung der Marke Zeyko: Qualität in Material und Fertigungsmethoden sind Charakteristika des Küchenherstellers. 1970 fusionieren die Manufakturen Zeyher und Kopp zu Zeyko. Einzigartig ist ihre erste gemeinsame Küche „Rembrandt“ mit echten Delfter Keramikfliesen, die 1971 auf der Kölner Messe präsentiert wird. In Mönchweiler entsteht auch das avantgardistische Modell „Swing-Line“. Es wird 1979 mit dem Bundespreis „Gute Form“ ausgezeichnet. Eine weitere Neuerung: 1984 zeigt Zeyko als erster Küchenbauer eine ökologisch gefertigte „Bioküche“ und bekommt das Zertifikat „Gesundes Wohnen“. 2012 wird Zeyko für seine ressourcenschonende Produktion ausgezeichnet. Seit 1999 gehört Zeyko zur Holding des Dänen Johannes La Cour, einem Spezialisten in der Laminat - und Holzverarbeitung. zeyko.com

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