Dänemark Aarhuser Baugeschichte

Es muss nicht immer Kopenhagen sein. Dänischen Style, Lebensart, Kunst und Kreativität kann man ganz entspannt in der kleinen Festlandsmetropole Aarhus erleben.

Von ihr schaut man herunter auf eine der Ikonen der Aarhuser Baugeschichte, das 1941 eingeweihte Rathaus, entworfen vom Großmeister moderner dänischer Architektur, Arne Jacobsen, in Zusammenarbeit mit dem in Aarhus ansässigen Erik Møller. Einzigartig ist der charakteristische, 60 Meter hohe, von einem Betongitter umschlossene Glockenturm mit zwei sieben Meter durchmessenden Turmuhren. Zahlreiche Details zeugen von der Gestaltungslust Jacobsens, etwa der von dünnen Stelzen getragene, kupferne Baldachin über dem Haupteingang, der an eine gerüschte Bedachung eines in die Jahre gekommenen Hotel-Entrees erinnert.

Trotzdem ist Arne Jacobsen in Aarhus ausnahmsweise nicht für den eindrucksvollsten Architekturentwurf verantwortlich, sondern ein Namensvetter seines hiesigen Partners, der Architekt Christian Frederik (C. F.) Møller. Der gewann 1931 den Wettbewerb für den Bau der zahlreichen Universitätsgebäude, die um einen nördlich des Zentrums gelegenen See gruppiert werden sollten. Mit seinen Projektpartnern Kay Fisker, Povl Stegmann und dem Landschaftsarchitekten Carl Theodor Sørensen schuf er ein durchdachtes und idyllisches, durchgehend gelb geklinkertes Ensemble von Fakultätsgebäuden und Studentenwohnheimen um einen großzügig angelegten Park herum.

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Autor:
Jan van Rossem
Fotograf:
Thomas Elmenhorst