Dänemark Aarhus während des Krieges

Es muss nicht immer Kopenhagen sein. Dänischen Style, Lebensart, Kunst und Kreativität kann man ganz entspannt in der kleinen Festlandsmetropole Aarhus erleben.

Während der Besetzung Dänemarks im Zweiten Weltkrieg quartierte sich die Gestapo in zwei Studentenwohnheimen ein. Weil die Architekten befürchteten, das gleiche Schicksal drohe auch dem noch nicht errichteten Hauptgebäude, zögerten sie dessen Fertigstellung hinaus. C. F. Møller erinnerte sich später, dass vor allem die imposante, einem Kirchenschiff nachempfundene Aula davon profitierte. In immer neuen Plänen wurden ausgefeilte Details entworfen, wie die gemusterten Ziegelmauern und die mit Kuhfell bezogenen Bänke entlang der Wände.

Das Szene-Viertel

Wenn sich die Studenten einmal aus dieser Idylle herauswagen, sind sie am ehesten im sogenannten „Latin Quarter“, einem der ältesten erhaltenen Teile der Stadt nördlich des Doms und des reich verzierten Theaters, anzutreffen. Hier tummeln sich verteilt auf wenige Straßenzüge in bunten Häuserreihen Cafés (wie das gerade eröffnete, geschmackvoll eingerichtete und beschallte „La Cabra“), Bars, Bistros (sehr beliebt: „Café Englen“), Antikläden, Galerien (die klitzekleine „Lunchmoney“ für zeitgenössische Kunst) und immerhin zwei Kunstakademien.

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Autor:
Jan van Rossem
Fotograf:
Thomas Elmenhorst