Zeitgenössiche Kunst 55. Venedig Biennale

Mit 39 Jahren ist Massimiliano Gioni der bisher jüngste Leiter der in die Jahre gekommenen Venedig Biennale mit inzwischen 88 Nationenpavillons, neu dabei Angola, Paraguay und der Vatikan. Deutschland und Frankreich haben – zur Feier ihrer 50 Jahre alten bilateralen Beziehungen – die Pavillons getauscht.

Ai Weiwei Installation bei der 55. Venedig Biennale

Und während die Franzosen den deutschen Pavillon zumauerten, demonstriert die deutsche Kuratorin Susanne Gaensheimer, wie stark unsere Kulturproduktion „von der Internationalisierung unserer Welt bestimmt ist“. Neben einem indischen, französischen und südafrikanischen Künstler lässt sie für uns den all - gegenwärtigen Ai Weiwei antike Schemel durch die Halle wirbeln. Man muss kein großer Kenner sein, um sich dabei an ähnlich illustrative Werke des Chinesen zu erinnern.

Außerhalb des Biennale-Trubels, im Palazzo Fortuny, inszeniert der belgische Inneneinrichter Axel Vervoordt eine Show des spanischen informellen Künstlers Antoni Tàpies (1923–2012). Unterstützt von dessen Familie kann er Schlüsselwerke des Katalanen wie die Installation „Manta i signes“ (2010) zeigen.

La Biennale di Venezia 55 – und: Tàpies. The Eye of the Artist, Palazzo Fortuny, beide bis 24.11.2013

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Autor:
Camilla Péus