Interaktive Installationen aus London International bekannt

Drei Jungs haben sich aufgemacht, Design in neue Dimensionen zu führen. Ihre interaktiven Installationen leben vom Zusammenspiel raffinierter Elektronik und menschlicher Spontaneität - den Aktionen und Reaktionen der Betrachter.

Und ihr Name wurde schnell auch weltweit bekannt: 2005 bestücken sie im Auftrag von Nokia für die vom japanischen Kamerahersteller gesponserte Snowboard-WM Events mit ihrem „Glow Graffiti Kit“. Das sind Spraydosen, die (temporäre) Graffiti aus Licht sprühen. 2006 und 2007 werden sie als Gäste in Ingo Maurers Showroom während der Mailänder Messe präsentiert. In Basel, wo sie dieses Jahr auf der Messe „Design Miami“ zum „Designer of the Future“ ernannt wurden, haben sie eines ihrer neuesten Werke vorgestellt: das „Swarm Light“. Dabei handelt es sich um drei an der Decke befestigte würfelförmig angeordnete Gruppen von dünnen Metallröhrchen, die mit LEDs bestückt sind. Auch sie reagieren auf die Anwesenheit von Besuchern, auf deren Bewegungen und Geräusche.

Wie ein Schwarm Insekten scheinen die Lichter umherzuschwirren, suchen Abstand zum Menschen, nähern sich, umkreisen ihn neugierig. Ihr Studio hat Random International vor Kurzem in einem abbruchreifen Haus in einer Sackgasse östlich des Londoner Bankenviertels bezogen. „Dass es abgerissen wird, ist klar“, sagt Hannes, „nur nicht, wann.“ Trotzdem haben sie ihr altes Quartier am trendigen Hoxton Square aufgegeben, um Platz für ihre mittlerweile zwölf Mitarbeiter zu haben. Die sitzen konzentriert hinter den Laptops. Stuart, der Algorithmen-Seher in Bermuda-Shorts und Trainingsjacke, kriecht fast in seinen Rechner hinein, Hannes, hellgraues Jacket, hellgraue Hose, weiße Sneakers, ist mit seinem Laptop auf dem Arm im Studio unterwegs und erläutert die Projekte, die er zur Not auch im Gehen per Powerpoint- Präsentation vorstellt. Flo, der Mechaniker, sucht seinen Hut, den er beim Fotoshooting tragen will. Ihre Objekte und Installationen sucht man hier vergebens.

Fotograf:
David Brook, James Harris, Manuel Krug, rAndom Intanational