Interaktive Installationen aus London Gestalterischer Blindflug

Drei Jungs haben sich aufgemacht, Design in neue Dimensionen zu führen. Ihre interaktiven Installationen leben vom Zusammenspiel raffinierter Elektronik und menschlicher Spontaneität - den Aktionen und Reaktionen der Betrachter.

„Wir selbst sehen unsere Installationen am Veranstaltungsort meist das erste Mal in ganzer Größe und in kompletter Zusammensetzung.“ Hannes erzählt das wie selbstverständlich. Aber es hat etwas von einem gestalterischen Blindflug. Allein bei der Vorstellung, was alles nicht klappen könnte bei solch komplizierten Strukturen, läuft es einem kalt den Rücken runter. Im Vorfeld hantieren sie nur mit Prototypen, Schaltkreisen und einzelnen Teilen des Objekts. Am Ort des Geschehens muss dann alles klappen. „Oder wir müssen improvisieren und dort blitzschnell eine Lösung finden.“

Bisher hat das immer geklappt. Das wird es auch hoffentlich beim „Kinetic Chandelier“ (Arbeitstitel), ihrem jüngsten Werk, das bislang nur als Prototyp existiert. Zehn schlanke Lichtröhren suggerieren, sie könnten frei im dreidimensionalen Raum schweben. Jede einzelne an Seilen aufgehängte Röhre kann aber nur hoch- und runter-, vor und zurück-, also in zwei Dimensionen bewegt werden. Trotzdem kreieren sie leuchtende Kurven, Kreise und phantasievolle Gebilde, als Reaktion auf die Aktionen der Betrachter.

Fotograf:
David Brook, James Harris, Manuel Krug, rAndom Intanational