Wissen, wie der Hase läuft Bodo Sperleins Team

Zu seinem Team gehören sechs Mitarbeiter, die hinter den Kulissen vor dem Computer sitzen. „Wir haben einen sehr aktiven Webshop, und wir entwerfen Messestände. Der Aspekt interessiert mich mehr und mehr.“ Für seinen Stand auf der Pariser „Maison & Objet“-Messe im September hat Bruno Sperlein geometrische Elemente aus lackiertem Holz entworfen, die er wie Baukästen zusammensetzt. Darüber hinaus jongliert er mehrere Projekte gleichzeitig: etwa seine eigene „Pomona“-Porzellankollektion, Geschirr für Marken wie Nikko und Dibbern, Silberschalen für Mulberry und Swarovski, Leuchtobjekte für Lladró. Alles eine Kombination aus Pragmatismus und minimalistischer Ästhetik, alles dezent dekorativ.

Dass Bodo Sperlein sich in die erste Liga des internationalen Designs gespielt hat, liegt auch daran, dass er sich immer und gründlich mit der Firmenphilosophie seiner jeweiligen Auftraggeber auseinandersetzt. „Ich möchte meine Zielgruppe kennen, schließlich kann ich nicht Nikko in Alessi umwandeln“, sagt er dazu. Und: „Ich arbeite nicht für Firmen, ich arbeite mit ihnen.“ Eine bedeutsame Regel für einen Mann, der gern alles unter Kontrolle hat. Er selbst beschreibt das mit einem Quäntchen Selbstironie so: „Ich weiß einfach gerne, wie der Hase läuft.“

Seite 2 : Bodo Sperleins Team
Autor:
Josephine Grever
Fotograf:
James Merrell