MAX BILL

1908 geboren in Winterthur, Schweiz
1994 in Berlin gestorben

Tätigkeitsbereiche

Architektur, Malerei, Produktdesign, Grafik, Bildhauerei, Möbeldesign, Ausstellungsdesign, Bühnengestaltung

Hersteller/Bezugsquellen

Junghans, Vitra, WB-Form

Kurzbiografie

Max Bill ist als einer der großen Hauptvertreter der „Konkreten Kunst“ bekannt. Sein Arbeitsfeld war breit gefächert und erstreckte sich von Architektur und Produktesign über Malerei, Bildhauerei bis hin zur Bühnengestaltung. Außerdem machte er sich durch seine Publikationen „Von der abstrakten zur konkreten Kunst“ (1946), „Die mathematische Denkweise in der Kunst unserer Zeit“ (1949) und „Form“ (1952) als Kunsttheoretiker einen Namen.

Der gebürtige Schweizer  war von der Vorstellung der Einheit aller Künste geprägt, sowie durch ein Zusammentreffen mit Piet Mondriaan, der ihn und sein Schaffen maßgeblich beeinflusste. Er engagierte sich in zahlreichen Gremien und künstlerisch aktiven Gruppen, wie z.B. im Schweizerischen Werkbund (1930), im Bund Schweizer Architekten (1959) sowie in der Pariser Gruppe „Abstraction-Création“ (1932-1936) und im „Congrès international d’architecture moderne (1938). 1949 richtete Max Bill die Ausstellung „Die gute Form“ aus und unterstützte somit aktiv die Revitalisierung der Moderne in Deutschland nach 1945. Außerdem war er für die Ausstellungen „Swiss Design“ in London (1959) verantwortlich und arbeitete von 1961-1964 als Leiter des Bereiches "Bilden und Gestalten" der schweizerischen Landesausstellung in Lausanne. Ab 1945 begann er auch, Gebrauchsgegenstände zu entwerfen, die er selber als „Produktform bezeichnete.

Max Bills Fachwissen war international gefragt und so hielt er nicht nur Vorträge und Referate im In- und Ausland, sondern fungierte auch als Jurymitglied bei Wettbewerben (1972 beim Exempla-Preis in München) und wurde in wichtige Fachinstitutionen aufgenommen (1971 Aufnahme in den „Conseil Superieur de la Création Esthétique Industrielle“ des französischen Ministeriums, 1973 Ernennung zum Mitglied der königlich-flämischen Akademie der Wissenschaften, Literatur und bildenden Künste). Weiterhin wählte man ihn in den Gemeinderat von Zürich (1961-1968), sowie in den schweizerischen Nationalrat (1967-1971).

Ausbildung/Studium

1924-1927 Ausbildung zum Silberschmied an der Kunstgewerbeschule Zürich
Zwischen 1925 und 1926 unternimmt Max Bill einige Studienreisen nach Paris und Italien
1927-1928 Studium am Bauhaus in Dessau
1944-1945 Lehrtätigkeit als Professor für Formlehre an der Kunstgewerbeschule Zürich
1952-1956 Rektor der Hochschule für Gestaltung in Ulm, außerdem Leiter der Abteilung Architektur und Produktform
1967-1974 Professor für Umweltgestaltung an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste in Hamburg

Bekannteste Werke / Bauten (Auswahl)

1935 Skulptur Die unendliche Schleife (wurde später zerstört)
1950 Hochschule für Gestaltung, Ulm
1954 Ulmer Hocker
1956/57 Küchenuhr für Junghans
1962 Max Bill Automatik Armbanduhr
1979 Bild Serigrafia
1986 Skulptur Kontinuität, Frankfurt am Main 

Designer Architekt

Auszeichnungen (Auswahl)

1936 Grand Prix der Triennale in Mailand für den schweizer Pavillon
1949 Kandinsky-preis
1951 Grand Prix sowie zwei Goldmedaillen der Triennale in Mailand für den schweizer Pavillon
1951 Grand Prix für eine Plastik auf der Biennale de arte Sao Paulo
1956 „Compasso D’Oro“
1963 Ernennung zum Ehrenmitglied des American Institute of Architects
1973 Aufnahme in den Ehrenrat der UNESCO
1979 Verleihung des Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland
1979 ernennt die Universität Stuttgart Max Bill zum Dr. Ing. h. c.
1985 Ernennung zum Kommandeur im „Ordre des arts et des lettres“ in Frankreich
1988 Verleihung des „Premio Marconi per Arte e Scienzia“ in Bologna
1989 Verleihung des „Piepenbrock-Preises“ für eine Skulptur in Osnabrück
1990 Verleihung des „Helmut-Kraft-Preises“ in Stuttgart
1993 Verleihung des fünften „Praemium Imperiale“ in Tokio
1994 empfängt Max Bill die Ehrendoktorwürde der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich

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