WALTER GROPIUS

geboren am 1883 in Berlin (Deutschland)

verstorben 1969 in Bosten (USA)

Tätigkeitsbereiche

Industriedesign, Architektur

Links

Fagus-Museum: www.fagus-gropius.com

Bauhaus-Archiv: www.bauhaus.de

Stiftung Bauhaus Dessau: www.bauhaus-dessau.de

Bauhaus Uni Weimar: www.uni-weimar.de

Kurzbiografie

Walter Gropius gilt, neben Ludwig Mies van der Rohe und Le Corbusier, als Begründer der Modernen Architektur. Seine erste bedeutende architektonische Arbeit war das Fagus-Werk in Alfeld an der Leine (1911-1925), das er zusammen mit Adolf Meyer baute.

Er gründete das weltberühmte Bauhaus in Weimar, welches von den Nationalsozialisten als „Kirche des Marxismus“ verunglimpft wurde und floh 1934 vor dem Regime des Dritten Reiches nach England und 1937 weiter in die USA, wo er Professor an der Harvard University wurde.

In den USA erlangte er Berühmtheit durch seinen PanAm-Wolkenkratzer (heute das MetLife-Gebäude) in Manhattan (1959), der auch in vielen Hollywoodfilmen zu sehen ist.

Studium und Werdegang

  • 1903 begann Gropius ein Architekturstudium an der Technischen Hochschule München
  • 1906 Wechsel zur Technischen Hochschule Charlottenburg, 1907 ohne Diplom beendet
  • 1908 trat er in das Büro von Peter Behrens ein, in dem neben ihm auch Ludwig Mies van der Rohe und Le Corbusier gearbeitet haben
  • 1910 macht er sich als Industriedesigner und Architekt selbständig
  • 1915 Heirat mit Alma Mahler
  • 1919 wurde Gropius zum Begründer des Bauhauses: Er wurde zum Direktor der Großherzoglich-Sächsischen Hochschule für Bildende Kunst in Weimar (Thüringen) ernannt und gab der neuen Schule den Namen „Staatliches Bauhaus in Weimar“
  • 1923 nach der Scheidung von seiner Frau heiratet Gropius Ilse Frank
  • 1923/24 Mitbegründer des "Rings", einer Gruppe avantgardistischer Architekten unter der Führung Mies van der Rohes
  • 1925/26 Umzug des Bauhauses nach Dessau
  • 1934 emigrierte Gropius nach Angriffen der Nationalsozialisten auf das Bauhaus nach England und 1937 weiter in die USA nach Cambridge, wo er als Professor für Architektur an der „Graduate School of Design“ der Harvard University tätig war
  • 1938 eröffnet er ein eigenes Architekturbüro in Cambridge
  • 1944 wird er amerikanischer Staatsbürger
  • 1946 gründete Gropius die Gruppe The Architects Collaborative, Inc. (TAC) als Vereinigung junger Architekten
  • am 5. Juli 1969 stirbt Walter Gropius in Boston

Bekannteste Werke (Auswahl)

  • 1911-25 Fagus-Werk, Alfeld (1. Bauabschnitt 1911/1912, 2. Bauabschnitt 1913/1914, Ergänzungen bis 1925), Deutschland
  • 1920-1922 Denkmal der Märzgefallenen, Weimar, Deutschland
  • 1921 Villa Sommerfeld, Berlin-Dahlem, Deutschland
  • 1922 Stadttheater Jena, Deutschland
  • 1922–1924 Fabrikgebäude der Landmaschinenfabrik Gebr. Kappe & Co., Alfeld, Deutschland
  • 1924 Wohnhaus für Felix Auerbach, Jena, Deutschland
  • 1925/1926 Bauhaus Dessau, Hauptgebäude, Deutschland
  • 1925/1926 Bauhaus Dessau, „Meisterhäuser“ (Wohnhäuser der Bauhaus-Lehrer), Deutschland
  • 1926–1928 Siedlung Dessau-Törten, Deutschland
  • 1927-1929 Städtisches Arbeitsamt Dessau, Deutschland
  • 1927 zwei Häuser in der Weißenhofsiedlung, Stuttgart, Deutschland
  • 1927–1929 Wohnhaus für Therese Zuckerkandl, Jena, Deutschland
  • 1928-1929 Haus Lewin, Berlin, Fischerhüttenstr. 106, Deutschland
  • 1928/1929 Siedlung Dammerstock, Karlsruhe, Deutschland
  • 1929-1930 Siedlung Siemensstadt, Berlin, Deutschland
  • 1931/32 Typenhäuser für das Kupferhaus-Projekt der Hirsch Kupfer- und Messingwerke Finow, Deutschland
  • 1937 Gropius House, Lincoln (Massachusetts), USA
  • 1941–1943 Packaged House System zusammen mit Konrad Wachsmann, Lincoln (Massachusetts), USA
  • 1948–1950 Harvard University Graduate Center als erstes Projekt der TAC, USA
  • 1952/1953 Villa Stichweh, Alleehof 4, Hannover, Deutschland
  • 1957 Universität Bagdad, als weiteres Projekt der TAC
  • 1957 Interbau im Hansaviertel in Berlin, neungeschossiges Wohnhaus, Deutschland
  • 1957–1959 Pan-Am-Wolkenkratzer in Manhattan (jetzt MetLife-Building), New York, USA
  • 1960 Synagoge Temple Oheb Shalom, Baltimore, USA
  • ab 1960 Gropiusstadt im damaligen West-Berlin, Deutschland
  • 1956–1961 Botschaft der USA in Athen, Griechenland
  • 1965 Porzellanfabrik Rosenthal am Rotbühl, Selb, Deutschland
  • 1968 „Glaskathedrale“ (offiziell Thomas Glaswerk), Amberg, Deutschland
Designer Architekt

Auszeichnungen

  • 1929 Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule Hannover
  • 1963 Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin
Designer Architekt