Ein Garten voller Bäume Die Aufgabenverteilung

Immergrüne Zeder

Eine immergrüne Zeder, Calocedrus decurrens, mit dem Schlitz-Ahorn Acer palmatum ‚Dissectum Atropurpureum‘ und dunkelrotem ‚Dissectum Garnet‘.

„Jede Pflanze hat ihre Aufgabe“, sagt Lutz von Falkenhayn über seinen Garten. Kletternder Euonymus fortunei ‚Vegetus‘ bricht die Kanten des Hauses, Birke und Buchenhecke bereiten einem Goldahorn das perfekte windund frostgeschützte Plätzchen. Hainbuche, Sumpfeiche, Weißbirke und Ginkgo beschatten einen vier Meter hohen, verwinkelten Gang aus Rhododendren abseits der weiten Rasenfläche. Hier gedeihen Lutz von Falkenhayn „Riesenblumensträuße“ wie ‚Görlitz‘, eine rosafarbene Rhododendron-williamsianum-Sorte „mit großer Leuchtkraft“, und sein Favorit ‚Ehrengold‘: „Das blüht lange und hält sich gut in der Vase.“

Eine fünf Meter hohe Weißbirke Betula utilis kostet 650 Euro, eine gut 20-jährige Blumenesche 2000 Euro. Aber niemand braucht sich wie Fürst Pückler-Muskau 1865 in Branitz rettungslos zu verschulden, um aus Riesengehölzen einen Park zu pflanzen. Die pontische Eiche, der Zuckerahorn, der Tulpenbaum waren nur zwei Meter hohe Heister, Bäumchen mit knüppeldicken Stämmen, als Lutz von Falkenhayn sie vor dreißig Jahren in die Wiese setzte. Jetzt sind viele über zehn Meter hoch. Mit dem Bäumepflanzen ist es wie mit einer guten Geschäftsidee. Nur wer den Anfang wagt, so klein die ersten Schritte – oder jungen Bäume – sind, hat Erfolg. „Do it now!“, würde Henry Ford I. raten.

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Autor:
Elke von Radziewsky
Fotograf:
Stephan Göttlicher