Die schönsten Küchenarbeitsplatten

Klar – die Arbeitsplatte in der Küche muss hart im Nehmen sein. Schließlich hat sie oft schwer zu tragen und heiß her geht es auch nicht gerade selten zu. Trotzdem spielt bei aller Funktionalität die Optik eine große Rolle. Die Wahl des Materials entscheidet über Stil und Ausdruck der gesamten Küche.

Ob Naturmaterial oder innovativer High-Tech-Werkstoff – nicht immer sind die Materialien auf den ersten Blick unterscheidbar. Authentische Imitationen von Holz und Stein stehen genauso zur Wahl wie veredelte Hölzer oder Naturstein von Granit von Marmor. Im Trend liegen zudem gerade Arbeitsplatten aus Keramik, die mit ihrer extrem geringen Stärke maximale Festigkeit bieten und sich ebenfalls in nahezu jeder Optik präsentieren.

Die Redaktion von AW Architektur & Wohnen liefert einen kuratierten Überblick über die unterschiedlichen Materialien und Optiken von hochwertigen Küchenarbeitsplatten.

Mehr zu neuen innovativen Werkstoffen in der Küche finden Sie auch in der aktuellen Ausgabe AW 5/21 mit dem großen AW Küchen Special.

Innovativ in jeder Hinsicht: Arbeitsplatte aus Verbundwerkstoff 

Die Hersteller experimentieren mit unterschiedlichen Zutaten wie keramischem Ton, Mineralfarben, Zement und Harz. Die Ergebnisse sind jeweils äußerst widerstandsfähige, schneidfeste und hitzebeständige Oberflächen. Durch den Materialmix plus entsprechenden Farbpigment nehmen die robusten Verbundwerkstoffe fast unendlich viele denkbare Optiken an. Von natürlich bis artifiziell.

Zudem bieten die Kompositionen dank innovativer Veredelungen auch smarte Eigenschaften. Der italienische Hersteller SapienStone hat mit seinen „Active Surfaces“ etwa ein Material entwickelt, das Schadstoffe aus der Luft filtert, Viren und Bakterien abtötet und selbstreinigend die Pflege auf ein Minimum reduziert.

Absolut unangreifbar gegenüber Säuren, Laugen, Schnitten oder heißen Töpfen und Pfannen erweist sich etwa das Finish von HD Surfaces, das der Küchenhersteller Rifra für sein Modell „One“ verwendet hat. 

Natur pur: Bei Holzarbeitsplatten werden Gebrauchsspuren zu Patina

Nicht umsonst gehört Holz zu den beliebtesten Materialien im Haus. Unabhängig von Trends kommt der natürliche und nachwachsende Werkstoff nie aus der Mode. Ob dunkel oder hell, rötlich oder gräulich ist allein dem Geschmack und Stil überlassen.

Seine positiven Eigenschaften macht Holz in welcher Optik auch immer zur optimalen Wahl für die Küchenarbeitsplatte allemal. Von Natur aus dank Gerbstoffen antibakteriell nimmt Holz Schnitte und Stöße nicht übel. Die Spuren bleiben zwar nicht unsichtbar, sondern hinterlassen durchaus Kratzer und Macken, aber die wirken im massiven Holz nicht wie Makel, sondern betonen den Unikatcharakter des einzigartig gemaserten Stücks noch. Zudem werden kleinere Dellen und Schnitte dank gewissen Selbstheilungskräften durch Nachdunkeln oder die Aufnahme von Feuchtigkeit mit der Zeit fast unsichtbar.

Materialien im Mix: Die Arbeitsplatte gibt den Ton an 

Mit der Küche ist es so, wie mit den Gerichten, die in ihr zubereitet werden: Auf die Zutaten kommt es an. Eine allein ergibt kein Rezept. Aber wenige, dafür exzellente Ingredienzien garantieren ein Ergebnis, auf das sich fast alle anspruchsvollen Geschmäcker einigen können.

So ergänzen sich metallische Küchenfronten aus Aluminium mit einer Arbeitsplatte aus Edelstahl wie bei „Fold“ von Reform für den unterkühlt technischen Look der Profi-Küche. Dort findet Edelstahl seinen Einsatz aufgrund funktionaler Vorteile: porenlos hygienisch, dabei schnitt- und feuerfest weist er auch nach intensivem Gebrauch keine Ermüdungserscheinungen auf. Nutzungsspuren dagegen schon: Aber die gehören hier wie bei Holz zum Charme und sind keine Mängel.

 Wohnlicher und wärmer wird ein Mix, wenn Holz ins Spiel kommt. Wer es nicht im Arbeitsbereich einsetzen möchte, setzt es wie der Küchenhersteller Leicht bei seinem Modell „Avance“ als Essplatz-Erweiterung der Arbeitsplatte ein. Letztere präsentiert sich dazu ganz nach persönlichen Vorlieben neutral, filigran und unverwüstlich.