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Elegant, dezent und sicher: Smart-Home-Klingeln bieten modernen Komfort

Digital vernetzte Zugänge zu Haus und Wohnung, auch Smart-Home-Klingeln genannt, bieten nie da gewesenen Komfort. Zugleich sollten sie gut geplant und gesichert sein.
Datum25.11.2022

Türklingel und Summer, Schließzylinder und Sicherheitsschüssel gehören seit Langem zu den unspektakulären Standards für Sicherheit rund um die Haustür. Doch die Digitalisierung macht an der Schwelle zu Haus und Wohnung nicht halt, die Technik entwickelt sich weiter, bietet mehr und bessere gestalterische Optionen und zusätzlichen Komfort. 

Zugleich verlangt die Vernetzung auch erhöhte Aufmerksamkeit, denn zusätzlich zur physikalischen Haustür bietet ein digitales Netzwerk nun viele weitere Zugänge, für deren Sicherheit wir sorgen müssen.

Gegensprechanlagen oder Videotürstationen sind keine ästhetische Zumutung mehr, sie fügen sich nahtlos ein in die moderne Wohnarchitektur. Das System Gira 106 etwa bietet unterschiedliche Module von der kompakten Freisprechanlage mit Ruftaste, Mikrofon und Lautsprecher bis zum Kameraelement. Durch ein einheitliches Rastermaß können die Bauteile flexibel montiert und angeordnet werden. 

Auch der Zugang zu Wohnung und Haus lässt sich nun per Fingerzeig regeln. Die passende Gira Wohnungsstation AP 7 schaltet sich ein, sobald draußen jemand die Klingel betätigt.

Smart Home: Klingeln und Display sind digitale Schaltzentralen

Andere Steuerungsdisplays, etwa von Jung (Smart Control 19) oder Busch-Jaeger (Busch-free@home) übernehmen zusätzliche Aufgaben: 

  • Sie überwachen die Raumtemperatur,
  • streamen unsere Lieblingsmusik
  • oder stellen fest, wo gerade ein Fenster offen steht.

Türkameras liefern auch bei Gegenlicht und nachts gestochen scharfe Bilder, die Betätigung der Anlage erfolgt via Touchdisplay. Aus dem Haustelefon von gestern wird die vernetzte Steuerzentrale. 

Siedle bietet mit dem neuen IQ-Haustelefon die Möglichkeit, alte Siedle-Anlagen ab 1952 zur Smart-Home-Klingel umzurüsten, inklusive einer App für iOS und Android, die per Router verbunden wird. Damit lässt sich eine Siedle-Türstation mit dem Smartphone koppeln und von unterwegs betätigen. 

"Je länger man vor der Tür steht, desto fremder wird man. "
FRANZ KAFKA

Smarte Klingeln und Sicherheit: Die Technik dahinter

Viele Anbieter setzen bei Smart-Home-Produkten auf den KNX-Standard, der Komponenten über Kabelverbindungen vernetzt. Damit dieses Netz auch im Fall von Ergänzungen oder Umbauten zuverlässig funktioniert, muss es sorgfältig geplant werden. 

Mit dem Internetprotokoll (IP) gibt es inzwischen einfachere, auf den ersten Blick auch preiswertere Möglichkeiten des datenbasierten Smarthomes. Doch sind sie leichter manipulierbar. Immer mehr Produkte kombinieren die KNX- mit der IP-Welt, um den Komfort bieten zu können, den wir von digital verknüpften Anlagen heute erwarten. 

Von Plug-and-Play-Lösungen Marke Eigenbau rät die Polizeiliche Kriminalprävention von Bund und Ländern ab. Sie sollten nur zur Anwesenheitssimulation dienen, um Betrachtern von außen ein bewohntes Haus vorzuspielen, sobald wir unterwegs sind.

Umbau und Aufrüstung wird gefördert

Die Polizeiberater empfehlen vor allem den wirkungsvollen mechanischen Grundschutz. Für dessen Einbau sowie für die digitale Absicherung gibt es finanzielle Unterstützung vom Staat: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert neben dem Einbau verbesserter Haustüren auch Alarmanlagen sowie die Türkommunikation und Gegensprechanlagen. 

Auch die Energieeffizienz des Hauses lässt sich über neue Außentüren verbessern. Schüco baut sein kompaktes, flächenbündiges Door Control System mit Touchdisplay platzsparend und elegant ins Haustürprofil ein. Das Studio F.A. Porsche entwarf die organisch geformte Apartmenttür Biffar One. Dreidimensional wölbt sie sich Besuchern entgegen. Auf der Innenseite bilden Hölzer, Textilien von Maharam und Metall-Lisenen eine harmonische Einheit. Der Zugang erfolgt per Fingerscan, Smartphone oder -watch.