Boxspringbetten In der Traumfabrik

Handmade in Germany: Mit luxuriösen Boxspringbetten erlangte Schramm weltweit Renommee.

Aufwendig verarbeitete Details

Angela und Axel Schramm
Angela und Axel Schramm
Die Landschaft um Winnweiler in der Pfalz ist lieblich: sanfte Hügel, weiche Senken – als habe sich hier einst ein Riese zum Schlafen gebettet. Erholsam wird das kaum gewesen sein, wenn auf der Unterlage solche Dellen geblieben sind. Er hätte es so viel besser haben können! So denkt man nach einem Besuch der Bettenmanufaktur Schramm, die, in dritter Generation familiengeführt von Axel Schramm und seiner Frau Angela, hochwertige Boxspringbetten in Handarbeit herstellt. Angela Schramm hat durch die modernen, hellen Produktionshallen geführt, die gerade verdoppelt wurden, durch Tischlerei, Polsterei, Maßschneiderei und dann in den Showroom, wo man Probe gelegen hat. Und am liebsten gar nicht mehr aufgestanden wäre. Angela Schramm quittiert diesen Umstand mit verständnisvollem Lächeln, sie kennt den Effekt ihrer Betten.

Premiummodell „Grand Cru“

Luxuriös: Premiummodell „Grand Cru“ mit Kopfteil „Cannes“ und plissierter Schabracke.

Im unübersichtlichen Markt der Bettsysteme ist ein Boxspringbett eine der Lösungen, die den Körper im Schlaf stützen und belüften – was jede Matratze können sollte. Es besteht aus zwei übereinanderliegenden Taschenfederkernmatratzen, von denen die untere in einen Holzrahmen eingebaut ist und so zugleich als Gestell dient. Die Stahlfedern, jede in einer Textiltasche steckend, verteilen den Druck. Sie sorgen für Luftzirkulation, Polsterstoffe für Liegekomfort. Das ist das Prinzip. Grob gesagt. Und dann gibt es die Betten von Schramm, von denen manche in 100 Stunden Handarbeit entstehen und die einen Schlafluxus bieten, den so weltweit nur eine kleine Handvoll Hersteller erreichen kann. Das Unternehmen, 1932 als Polsterei und Sattlerei gegründet, spezialisiert sich seit den 60er-Jahren auf Taschenfederkernmatratzen, zu denen elegante Bettrahmen und -häupter kommen. Heute fertigen 160 Mitarbeiter Modelle wie „Grand Cru“, „Divina“ oder „Mythos“, für die das Beste gerade gut genug ist. Das fängt mit dem Herz jedes Betts an, den Stahlfedern. Sie sind ofenthermisch vergütet, werden so nicht nur resistent gegen Ermüdung, sondern auch entmagnetisiert, was weltweit einzigartig ist. Es gibt sie in verschiedenen Stärken, um jedes Körpergewicht und jedes Körperteil optimal zu stützen. Ihre Abfolge in der Matratze sorgt für eine fließende Kraftübertragung, und zusammen mit Schichten aus Leinen, Naturlatex, Schurwolle, Seide oder Kaschmir bildet das die „Rezeptur“ jedes Schramm-Modells.

Bett „Chill 2“
Bett "Chill 2"

Lässig: Bett „Chill 2“ aus der jungen „Purebeds“-Serie.

Es geht um das perfekte Zusammenspiel der Materialien, in der Matratze ebenso wie zwischen Matratze und Unterbett, und um die Details, die stets den Unterschied machen, wenn man ganz an der Spitze ist: Dass die Polsterschichten nicht verklebt, sondern geheftet sind, zur noch besseren Belüftung, oder dass die Säckchen mit den Spiralen nicht oben, sondern in der Mitte verbunden sind – und damit noch flexibler reagieren. Die Entwicklung eines Modells wie „Divina“ dauert dann auch fünf Jahre, erklärt Angela Schramm. „Es gab wohl 100 Matratzen, bis die Rezeptur gefunden war.“ Das Ehepaar Schramm testet jeden Prototyp ein Jahr. Denn „der Körper spürt mehr, als Worte fühlen lassen“, sagt Angela Schramm – und lässt einen noch ein wenig Probe liegen.

schramm-werkstaetten.de

Autor:
Gabriele Thiels
Fotograf:
PR