Ratgeber Aufbereitung und Pflege von Holzböden

Holzböden geben einem Raum Charakter und Wärme, sie passen zu fast jedem Wohnstil – und langlebig sind sie auch noch. Man muss nur die richtige Wahl treffen. Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Holzarten und Verlegeformen vor.

Alt und Neu

„Holzböden sind langlebig. Bei entsprechender Holz- und Verlegequalität kann ein massives Parkett so lange geschliffen werden, bis nur noch eine Nutzschicht von drei Millimetern stehen bleibt“, erklärt Ralf Edelmann, Parkettlegermeister des 1780 in Baden-Württemberg gegründeten Unternehmens Bembé Parkett. „Bei einem Renovierungsturnus von 15 Jahren und einem Oberflächenverlust von gerade einmal 0,7 Millimetern pro Schliff kann man sich ausrechnen, dass noch Generationen an diesem Holzboden Freude haben.“ Aber nicht immer lohnt sich die Aufarbeitung in Altbauten, weil die Dielen schon zu dünn sind, die Spalten dazwischen zu breit oder das Muster der Parketts zu rudimentär, um es noch zu ergänzen. Der neu verlegte Boden kann dann alt oder neu sein. Die niedersächsische Manufaktur Fagus Naturbaustoffe etwa fertigt Tafelparkette aus gelebten Hölzern. „Wir bergen das Material aus Abrisshäusern. Dachstühle und Fachwerk werden bei uns zu neuen alten Parkettböden“, erklärt Geschäftsführer Uwe Raulfs. Auch Parador hat eine Parkett-Kollektion aus historischem Altholz im Programm. Aber auch Hölzer ohne Vergangenheit können eine Vintage-Optik erhalten. „Ähnlich wie eine stone-washed Jeans werden die Böden zunächst in einer Art Waschmaschine zusammen mit Steinen und Nägeln getrommelt, um anschließend gebeizt, gebleicht oder poliert zu werden“, erklärt Frank Dietrich. Das Ergebnis sei von natürlich gealtertem Holz nicht zu unterscheiden.

Die Pflege

Damit Ihr Boden zum Erbstück wird, dürfen Sie es mit der Pflege nicht übertreiben. Fegen, staubsaugen, nebelfeucht wischen – mehr ist nicht nötig. Klares, nicht zu warmes Wasser, dem man vielleicht etwas Pflegemittel (etwa eine Bodenmilch mit Carnaubawachs) beimischt, reicht völlig aus.