Platzreserven nutzen Unter der Treppe

Eine Wohnung wird nicht größer – aber man kann sie besser organisieren. Mit Schranksystemen und Raumteilern lassen sich ungenutzte Platzreserven nutzen: Wir stellen vier typische Situationen vor. 

UNTER DER TREPPE

Stauraum steckt im letzten Winkel. Sie haben vermutlich keinen Keller, ein Haus mit Flachdach und definitiv ein Stauraum-Problem. Denn normalerweise widmet man jede andere Nische zum Schrank um, bevor man den Platz unter der Treppe ausbaut. Er ist einfach sehr unpraktisch: immer zu tief, egal, ob man ihn quer zur Schräge öffnet oder längs, die Nische geht bis auf den Boden, und der gewonnene Platz ist mit rund vier Kubikmetern nicht gerade überwältigend groß. Man kann ihn nach dem gleichen Prinzip zum Stauraum machen wie eine Dachschräge, mit Schiebe- oder Drehtüren, die sich in seine Winkelform fügen.

Das ist die bescheidene Lösung. Oder Sie verwandeln die Treppe in ein selbstbewusstes Großmöbel, das den Raum organisiert: indem sie eine Tür vor die Schmalseite setzen und die schräge Breitseite verblenden. Eine der hier vorgestellten individuellen Lösungen (aus: Johannes Kottjé, Einbaumöbel, DVA), zeigt, wie Treppe und Regal aus Buche optisch miteinander verzahnt werden, indem die Oberkanten des Regals zugleich die Stufen bilden. Für solche Entwürfe brauchen Sie einen Architekten oder Innenarchitekten – und vor allem einen sehr guten Tischler.  


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Schlagworte:
Autor:
Bettina Schmiegelt
Fotograf:
Johannes Kottjé