Wallpromenade am Stadtgraben in Herford Die Raumfolge

Das Grundstück ist winzig, die Bauvorschriften sind streng: Doch der moderne Kubus, den Manfred Haverkamp zwischen alten Villen in Herford errichtete, ist hell und sehr groß. Er baute ihn einfach in den Hang hinein. 

DIE RAUMFOLGE: Die Treppe strukturiert das Haus Der Kubus ist eigentlich keiner. Denn um jeden möglichen Quadratzentimeter zu nutzen, steht die Hauswand nach Norden parallel zum Nachbargrundstück – und damit schief. Aber dass man diese schiefe Wand innen nicht spürt, ist der Treppe zu verdanken. In Verlängerung der Eingangstür durchschneidet sie das Haus und gibt ihm Struktur. Links von der Treppe befinden sich die schräg geschnittenen „problematischen“ Räume: die Toiletten, die offene Küche für die Mitarbeiter und die Versorgungsachse, die sich von der Haustechnik im Souterrain bis zur Heizungsanlage im Staffelgeschoss erstreckt. Rechts von der Treppe liegen, umso großzügiger, die Büros, Wohn- und Schlafräume. Jeweils 80 Quadratmeter haben allein das Großraumbüro im Zwischengeschoss und das Wohn- und Esszimmer plus Küche.

Autor:
Volker Corsten
Fotograf:
Christian Schulz