Frei für Kunst Informationen und Pläne

Je extremer, desto besser – so wünschte sich ein IT-Spezialist und Sammler den Umbau seiner Pariser Beletage. Das Architekten-Duo Boma stellte in jeden Raum eine zentrale Box – und ließ die Wände frei für Kunst.

François-Xavier Bourgeois und Pauline Manser

François-Xavier Bourgeois und Pauline Manser

DIE ARCHITEKTEN

Pauline Manser, 36, studierte Architektur in Marseille und Venedig, ehe sie im Büro Bodin & Associés an der Neugestaltung des Centre Pompidou mitarbeitete und danach freie Projektleiterin, u. a. bei Bernard Tschumi, war. François-Xavier Bourgeois, 38, hat nach einem Diplom für angewandte Kunst Innenarchitektur in Paris studiert und war von 2000 bis 2006 Leiter der Abteilung Innenarchitektur bei Jean Nouvel. 2008 gründete er mit Pauline Manser das Architekturbüro Boma in Paris. Sie haben u. a. die Lobby des legendären Pariser Artdéco- Hotels „Lutetia“ in Paris neu entworfen oder das Hotel „Concorde Lafayette“ in Paris. Derzeit gestalten sie mehr als 35 000 m2 Innenraum in den Moulins de Pantins, einem Industriekomplex aus dem 19. Jahrhundert im Pariser Osten, der zu Büros umgebaut wird.

Grundriss

Grundriss

1 Treppenhaus
2 Entree mit Gäste-WC
3 Küche
4 Salon
5 Schlafzimmer
6 Bad
7 Gästezimmer
8 Musikzimmer

   0        3m

 

 

DIE KONSTRUKTION

Rück- und Umbau der 300 m2 großen Beletage eines Stadtpalais aus dem 17. Jahrhundert. Die Wände wurden mit Gipsplatten verkleidet und geweißt, die Böden mit Beton- Estrich und Epoxidharz ausgegossen, darunter die Heizungs- und Wasserleitungen verlegt. Alle Einbauten sind aus MDF-Paneelen, die Leuchten und Möbel sind zum Großteil maß - gefertigt. Baujahr: 2003; Bauzeit: 10 Monate; Kosten: gut 1 Mio. Euro.

Autor:
Eva Müller-May
Fotograf:
Christoph Theurer