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Der Stall eines alten Gehöfts am Niederrhein sollte Wohnhaus werden: von außen möglichst unauffällig, von innen umso radikaler. Susann Schürmann gelang beides: mit heimischen Materialien und einem Einschnitt ins Gebäude.

Die Architektin Susann Schürmann

Architektin Susann Schürmann

Die Architektin

Susann Schürmann wurde in St. Gallen geboren. Nach dem Abitur machte sie eine Tischlerlehre in Wesel, studierte dann von 1989 bis 1996 an der TU Braunschweig Architektur, davon ein Jahr als Erasmus-Stipendiatin in Florenz. Nach dem Diplom 1997 war sie zwei Jahre Mitarbeiterin bei Joachim Schürmann Architekten in Köln (die Namensgleichheit ist Zufall), danach beim Kölner Büro Wiegmann & Trübenbach (heute Wiegmann Architekten).

Das Projekt

Um- und Ausbau zweier Ställe zu einem Wohnhaus unter Beibehaltung der historischen Holzkonstruktion, Kubatur und eines Großteils der Fassaden. Um die Stallung gegen Salpeter zu sperren, wurde den Mauern innen eine Kalksandsteinschicht vorgestellt, die auch der Begradigung diente. Materialien Wintergartenkonstruktion aus Aluminium. Bodenbeläge im EG aus Feinsteinzeug- Fliesen, im DG aus Eichenholzdielen. Stahlbetondecke im EG mit schallschluckender Eichentäfelung. Im Dach wurden 36 Kunststofffenster mit Kupferrahmen an der Außenseite verbaut. Stallfenster wurden z.T. aufgearbeitet. Den Garten (6000 qm) gestaltete die Hamburger Firma Thomas Gardener mit Kiefernhecken, Obst bäumen und Wiese. Umbauzeit 2007 bis 2009.

Erdgeschoss

Erdgeschoss

1 Windfang
2 Vestibül
3 Wintergarten
4 Kaminzimmer
5 Salon
6 Essbereich
7 Küche
8 Hauswirtschaft
9 Technik
10 Arbeitszimmer
11 Terrasse

Lageplan

Lageplan

1+2 ehemaliger Kuh-(1) und Schweinestall
(2), Wohnhaus der Bauherren
3 Haupthaus (Wohnung des Bruders)
4 ehemalige Scheune (Wohnung der Eltern)

 

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Autor:
Christian Tröster
Fotograf:
Marc Seelen