Manhattan-Style Inneneinrichtung in Schwarz-Weiß

Ihr Stil ist so weltläufig wie sie selbst: Die Interiordesignerin Barbara Falanga aus Mailand hat in vielen Ländern Europas und in den USA gelebt. Jetzt wohnt sie in ihrer Heimatstadt - in einem Appartement-Haus von Designlegende Gio Ponti, das sie im Manhattan-Style gestaltete.

 

„Für mich ist das schon immer der Inbegriff von Eleganz gewesen“, erklärt Barbara Falanga. Grafische Muster – Streifen, Rauten, Quadrate – spannen sich wie Netze von Raum zu Raum, verbinden das Mobiliar und verleihen den Zimmerfluchten einen harmonischen Rhythmus. Barbara Falanga schätzt vor allem Entwürfe aus den 1930er- bis 1970er-Jahren, Art-déco-Stücke aus Frankreich und den USA sowie Objekte aus dem Bauhaus. Sämtliche Türen versah sie mit Türknäufen, die der Architekt Luigi Caccia Dominioni entwarf. Auch die Kunst ist schwarz-weiß: Die Hausherrin sammelt Fotokunst, vor allem Arbeiten des Mailänder Mode- und Porträtfotografen Giovanni Gastel.

„Die eigene Wohnung kann ich radikaler und konsequenter gestalten als das bei Projekten für Kunden der Fall ist“, erklärt sie. Viele ihrer Klienten schätzen Opulenz, Silber, Gold und andere wertvolle Materialien. Sie versucht, deren Geschmack zu mildern und sie beispielsweise auch für einen „wärmeren und matteren französischen Goldfarbton“ zu begeistern. Und wer sie einmal erlebt hat, offen und freundlich, doch in der Sache stets direkt und unabhängig, der ahnt, dass dies meist zu einem befriedigenden Ergebnis für beide Seiten führt. Zu ihrem Team gehören vier feste Mitarbeiter und ein Netzwerk aus Handwerkern und Künstlern, die je nach Projekt hinzukommen.

 

Autor:
Cecilia Fabiani
Fotograf:
Filippo Bamberghi/Photofoyer