Architekt und Designer Michele De Lucchi baut eine Scheune zum Ferienhaus um Details und die Küche

Im schweizerischen Engadin baute der italienische Architekt und Designer Michele De Lucchi eine Scheune zum Ferienhaus aus. Als Box in der Box schob er eine moderne Holzarchitektur in die alte Hülle. Ein besonderes Schmuckstück ist die Giebelseite. Verschieden große Fenster fügen sich in ihr zu einer Collage. 

Wie Waben in einem Hornissennest sitzen hölzerne Rahmen an den blonden Nadelholzwänden im Erdgeschoss. In ihnen präsentieren sich tönerne Krieger, Pferde und matronenhafte Fat Ladies: lauter Stücke aus einer reichen Sammlung von Asiatica, die dieser alpenländischen Holzwelt eine seltsam exotische Würze spenden. Die Küche ist Hightech. Tische, Stühle und Lampen sind italienisches Design, vieles stammt aus Michele De Lucchis Produzione Privata. Hier und da steht eine antike Dose, ein chinesischer Bambusstuhl.

Praktisch, einfach, komfortabel: Das Haus wurde, was es werden sollte. Das private Leben spielt sich oben ab. Unten trennt die Treppe Arbeits- von Gesellschaftsraum. Kommen viele Freunde aus den umliegenden Dörfern oder dem drei Autostunden entfernten Mailand zusammen, treffen sie sich in der Halle. Eine Sitzecke mit Kamin schiebt sich, als sei das ein Portikus, unter eines der Zimmer im Obergeschoss.

Autor:
Elke von Radziewsky
Fotograf:
Santi Caleca