Restauration Sanierung des Altbau

Vorbildlich restauriert beherbergen Säle der Dresdner Villa Salzburg jetzt Top-Marken der Möbelbranche.

Seit die Säle zum letzten Mal eingerichtet waren und in den Kaminen Feuer brannte, ist über ein halbes Jahrhundert vergangen: Um 1909 wurde das Anwesen an eine verwandte Familie verkauft, 1939 von den Nazis konfiziert. Nachdem die Villa Salzburg als einziges Haus des Viertels die Luftangriffe von 1945 überstand, zog erst das Rote Kreuz ein und später, ab 1953, die Hochschule Dresden. Zuletzt, ab 1996, nutzte das Weiterbildungszentrum für Denkmalpflege und Altbauinstandsetzung das Haus und restaurierte Zimmer für Zimmer, bis es 2005 ausziehen musste, weil das Land Sachsen die Denkmalpflegefortbildung nach Görlitz verlagerte.

Fünf Jahre lang ließen keine Schritte mehr das 100-jährige Parkett knarren, lief niemand mehr rund um die Galerie mit ihrer wuchtigen Eichenholzbalustrade. Jetzt hoffen die Macher auf viele Neugierige, die die Villa und ihre Verwandlung erleben möchten. „Gern auch Kunden aus dem nahen Städtchen Radebeul“, so Thomas Kontek. Radebeul – Städtchen an der Sächsischen Weinstraße mit der angeblich höchsten Millionärsdichte in den neuen Bundesländern.

Autor:
Camilla Péus
Fotograf:
Silvio Knezevic