In der Freizeit ab ins Grüne Das Interieur - ein Stilmix

Arbeitsplatz im Landhaus

Normalerweise komponiert Sarah Lavoine drei Wandfarben in einem Raum, doch wegen der vielen Fenster fehlt es dazu in ihrem eigenen Landhaus an Fläche. Sie beschränkt sich auf einen Farbton, wie das Türkis, das den Arbeitsplatz unterm Dach flankiert – und sich im Teppich wiederfindet, einem Eigenentwurf. Der Schreibtisch ist aus Holland.

Das Interieur des Landhauses ist natürlich das beste Beispiel für ihren Stil, der in den Medien oft als „Chic Parisien“ bezeichnet wird. Wenn sie selbst ihn beschreibt, klingt es, als feuere sie die Zutaten einer Rezeptur wie Salven ab: „Nie einen Total Look! Immer einen Mix aus verschiedenen Epochen! Anonyme Vintage-Objekte mit denen bekannter Designer kombinieren! Nur Naturmaterialien – Wolle, Leinen, Holz, Stein. Kunst setzt Akzente, aber ohne ‘bling-bling’. Und: Farbe strukturiert die Räume!“ Sie verwendet Türkis, Grau, knalliges Gelb und immer wieder Schwarz, „weil es manches versteckt und anderes aufwertet. Es ist elegant und behaglich zugleich.“

In Paris ist Sarah Lavoine in 18 Jahren achtmal umgezogen. „Ich hänge nicht an Wohnungen und Häusern.“ Gerade sucht sie in der Hauptstadt wieder nach einem Appartement, das sie neu gestalten kann. In der Zwischenzeit baut sie das Landhaus weiter um: Die Küche ist zu klein, die Wand zum Esszimmer muss raus. „Mein Mann und die Kinder sind erleichtert“, sagt sie und lacht. „Das bedeutet einen willkommenen Aufschub für den nächsten großen Umzug in Paris.“

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Autor:
Eva Müller-May
Fotograf:
Nicolas Mathéus/Basset Images, Produktion: Laurence Dougier