Die wichtigsten Möbel-News dieses Sommers...

...die in Mailand nicht gezeigt werden konnten – finden Sie dieses Jahr ganz entspannt bei uns. Und die ganz exklusiven, teils persönlichen Entstehungsgeschichten der Designer noch dazu. 

01 – Sie ist wieder da! Seit 1970 gilt CAMALEONDA von Mario Bellini als die Mutter aller Sitzlandschaften – unschlagbar lässig, geometrisch klar, grenzenlos kreativ. Zum Fünfzigsten legt B&B Italia den Klassiker neu auf: zeitgemäß in den Materialien, zeitlos cool. bebitalia.com

02 – Reden, ruhen, träumen: Ein Sofa wie SENGU von Cassina ist immer auch eine Einladung. Patricia Urquiola hat sie formuliert, in südlicher Lebensfreude und asiatischer Ästhetik – offen, verantwortungsbewusst, großzügig. cassina.com

03 – Es geht um Räume. Um eine Gegenwart, in der öffentliches und privates Leben ineinanderfließen und Gemeinschaft erkennbar wird als Kostbarkeit. Ein Tisch wie FRANCIS von Giuseppe Bavuso fasst diese Haltung zusammen. Aluminium, sanft und klar. rimadesio.it

04 – Eine Familiengeschichte wie aus einem Roman: eine Enkelin, Ginger Zalaba, die das Werk ihres berühmten Großvaters, des Schweizer Architekten und Designers Otto Kolb, entdeckt – und neu interpretiert. Resultat ist der AISUU SIDE CHAIR, ein Klassiker, taufrisch. walterknoll.de

05 – Ein Rahmen, Saiten – eine Harfe? Nah dran! VIOLA CHAIR nennt das in Hongkong gegründete Design-Studio AB Concept seinen zeitlos leichten, unschlagbar bequemen Stuhl. Was den auszeichnet, ist eine beinahe sinfonische Harmonie in Proportion und Material. poltronafrau.com

06 – Die Grundregel für klassisches Design aus Dänemark ist ganz einfach: kompromisslose Klarheit. Für seine LEUCHTENKOLLEKTION beschränkte sich Mads Odgård auf die Formen Halbkugel und Zylinder – um daraus perfektes Licht zu zaubern. carlhansen.com

07 – Das Schönste an einem erholsamen Schlaf ist das Aufwachen. Deshalb taufte das Hamburger Studio Labsdesign sein BETT JARA – also: „die Muntere“ oder auch „Frühling“. Es zeichnet sich aus durch edle Materialien, Massivholz mit Leder oder Stoff – und eine nahezu schwebende Leichtigkeit. rolf-benz.com

08 – Abheben und auf einem Floß zum Mond gleiten. MOONCRAFT heißt das Gefährt, das der rheinhessische Polstermöbelspezialist Bretz für solche Flugreisen in kosmische Sphären entwickelt hat. Entwurf von Dagmar Marsetz, die Ausführung handwerklich perfekt, eben: weltraumtauglich. bretz.de

09 – Eine Insel im Ozean der alltäglichen Zumutungen: Die Sofa-Landschaft GRANDEMARE, 2011 entworfen von Antonio Citterio, verspricht nun auch in einer Outdoor-Version fließenden und kantenlosen Komfort. Wir sind unter freiem Himmel, die Welt kann ruhig mal draußen bleiben... flexform.it

10 – Perfekter Schlaf gelingt in einem perfekten Bett. Genau dafür steht die schwedische Manufaktur Hästens: ein paar Hundert Jahre Tradition, ein paar Hundert Stunden meisterlicher Handarbeit. Mit dem Designer Ferris Rafauli entstand das GRAND VIVIDUS: schwarz wie die Nacht, Entspannung vom Feinsten. hastens.com

11 – Diese Brandenburger neigen ja zur Schnodderigkeit. „BERLINER BRATPFANNE“ nannten sie die vielseitige und formschöne Lampe des Architekten Fridtjof Schliephacke. Le Corbusier und das Bauhaus standen beim Entwurf vor 60 Jahren Pate – jetzt gibt Mawa dem Klassiker neue, frische Farben. mawa-design.de

12 – Ein Name kann eine ganze Geschichte erzählen. „EKERÖ“ nennt der Designer Staffan Tollgård seine Beistelltische – nach der Insel bei Stockholm, auf der er aufwuchs. Und wirklich erinnern sie mit ihren Marmorfüßen und dem lebhaft gemaserten Holz an das Leben dort: an das Wasser, an die Vegetation, an glatt gespülte Steine... porada.it

13 – So fest, so fein – kein Material lässt dem Badezimmer- Designer so große Freiheit wie Saphirkeramik. Für den Schweizer Hersteller Laufen konzipierte Patricia Urquiola daraus eine ganze Linie von Wannen und Becken, innovativ, zartwandig und lebendig wie Schall unter Wasser. Daher der Name: SONAR. laufen.ch

14 – Kann sich jemand an die gute alte Einbauküche erinnern, aus Resopal, fest verdübelt und humorfrei? Für Boffi hat der Designer Piero Lissoni das Gegenkonzept entwickelt: COMBINE – vielseitig, flexibel und frech kombiniert aus natürlich-noblem Marmor und innovativem Durinox. boffi.com

15 – Darf ein Homeoffice bequem sein? Na klar, meinte Konstantin Grcic und entwarf für Vitra einen zeitgemäßen Lounge Chair. Das Modell CITIZEN ist so gemütlich wie sein berühmter Vorläufer, aber auch stilsicher und präsentabel dort, wo Wohnzimmer und Arbeitswelt zwanglos ineinander fließen. vitra.com

16 – Ein Armlehnstuhl für draußen? Doch, das geht! RIA, entworfen von Alberto Lievore für Fast, kann beides. Ist stapelbar, wetterfest, unverwüstlich (da aus Aluminiumguss), blumenbunt (in 14 Farben). Und dabei kuschelig wie ein Wohnzimmersessel, na ja, fast... fastspa.com

17 – Ein WASSERHAHN, elegant gebogen? Kennen wir – doch Vorsicht! Besser, man schaut zwei Mal hin: Der Hahn scheint über dem Becken zu schweben. Er speist sich aus dem Regler. Und der in London lebende Grieche Michael Anastassiades hat wieder mal sein Publikum verblüfft. aboutwater.it

18 – Das Leben ist hart genug. Der Mensch braucht einen Lounge Chair, am besten mit Extra-Hocker für die Beine. Und keine Kompromisse! Soft gepolstert soll er sein, geräumig, klar in der Linie und 1a verarbeitet. Das Modell LEGEND wurde in den 1960er-Jahren entwickelt. Jetzt ist Zeit für ein Revival. www.bielefelder-werkstaetten.de

19 – Ein TISCH wie ein Tempel. Sieht gut aus, hört sich aber auch gut an. Das vor allem! Denn was Marie Aigner entwirft, folgt der Erkenntnis, dass Lärm Stress erzeugt, bis hin zum Knock-out. Also baut sie aus Recycling-Material Objekte und ganze Installationen, die den Schall der Umgebung dämpfen. Damit auch mal Ruhe ist. pinta-acoustic.de

20 – Eine Bar ist eine Geste, Gastfreundschaft eine Säule der Kultur. Adam D. Tihany kennt sich da aus. 35 Jahre lang hat er für Luxushotels von Beverly Hills bis Bangkok Bars und Restaurants entworfen. HOST, die Hausbar mit Trolley, ist die Quintessenz seiner Erfahrung als Mixer, Gastgeber und Genießer. giorgetti.eu

21 – Wer’s weiß, der sieht es auch: ROMBY ist das Resultat eines weit gefassten Dialogs. Stine Gam und Enrico Fratesi vereinen in dem Stuhl strenge Klarheit und verspielten Witz, Funktion und Form, Schalensitz und Kegelfuß. Als Duo nennen sie sich Gamfratesi. Stete Spannung prägt ihre Arbeit: Sie ist Dänin, er Italiener. porro.com

22 – Am Anfang stehen das Licht, das schräg durch ein Fenster fällt, der Schatten, der seine Ränder definiert – und die Beobachtung, dass er nie ganz schwarz ist. Daraus entwickelt der in London lebende Matthias Schwarz die Konzepte seiner TEPPICHE, fein gewebt und ach, doch voller Farbe, Licht und Tiefe. nanimarquina.com

23 – Sofalandschaften sind Kokons in Zeiten mannigfacher Bedrohung. Beim Modulsystem FLOYD-HI 2 wagt Designer Piero Lissoni den Spagat zwischen bewährter Tradition und den Wohnideen einer jüngeren Generation: elegant, variabel, handwerklich perfekt. Und schon vom Start weg ein Klassiker. livingdivani.it

24 – Ein schimmerndes Bronzeband als Sockel, luxuriöse Polster und ein feines Gespinst aus dunklen Schnüren: Immer wieder schlägt der Japaner Nendo, AW-Designer des Jahres 2019, Brücken zwischen westlicher Lebensart und feiner Ästhetik seiner Heimat. TAPE CORD OUTDOOR – der Sessel für draußen. minotti.com

25 – Leise. Stark. Nobel. Die Sessel, Poufs und Sofas von Jörg Boner formieren sich zu LANDSCHAFTEN ZUM WOHNEN – und zum Arbeiten. Seine Inspiration bezieht der Schweizer auf Wanderungen durch das Gebirge. Ihre zurückhaltende Eleganz gibt den Möbeln die Autorität von Skulpturen. cor.de

26 – Eine Höhle nennt Francesco Binfaré sein Sofa GRANDE SOFFICE – und das sagt eine Menge aus über den Zweck, den der Mailänder Designer verfolgt. Geborgenheit nämlich soll die Sitzlandschaft bieten, Schutz und Rückzug. Gepolstert mit Gellyfoam und Gänsefedern, supergeräumig, superbequem. Eine eigene Architektur. edra.com

27 – Christian Haas lebt in Porto. Er wohnt in dem Haus, in dem er arbeitet. Vielleicht ist das der Grund, warum sein Design die beiden Lebensbereiche nicht gar so streng voneinander trennt. Etwa der fröhlich-bunte Beistelltisch AMANITA. Perfekt, um einen Krimi darauf abzulegen. Oder den Laptop. schoenbuch.com

28 – Sandstrand, eine stille Bucht im Schutz der Felsen, das ist Bongo Bay. Und der Name verrät schon, woran Kati Meyer-Brühl beim Entwurf ihrer SITZLANDSCHAFT gedacht hat. An Urlaub, Geborgenheit, einen Moment der Ruhe. Und konkret: an ein gastfreundliches Polster, sanft geschwungene Lehnen, beste Verarbeitung. bruehl.com

29 – Dieses Sofasystem ist so etwas wie eine Verbeugung. Vincent van Duysen erinnert damit an die große Zeit des amerikanischen Designs, Ray und Charles Eames, die 80er-Jahre, luxuriöse Apartments in New York und weite Blicke über den Central Park. Alles vorbei? Ach was! Octave ist die Einladung zum Entspannen. molteni.it

30 – Wenn es Zeit wird, sich zurückzuziehen ... CLEO ist ein Bett, in dem sich Ruhe und Entspannung ganz bewusst als Luxus genießen lassen. Die Designerin Hanne Willmann hat das Kopfteil mit feiner Alpakawolle bezogen, und fast sieht es aus, als könnte die Liegefläche schweben. Traumgleich. schramm-werkstaetten.com

31 – Wisst ihr noch? Da gab es diese Wohn- und Wühllandschaften, die sich nach Lust und Laune zusammensetzen ließen. Sie sind zurück! Bernard Govin hat das Modell ASMARA 1966 aus konvexen und konkaven Elementen entworfen. Da war er noch Student. Jetzt kehrt der Lebensstil zurück: offen, lässig und spontan. ligne-roset.com

32 – Sein Vater James hat den Staubsauger neu erfunden. Ein Welterfolg! Jetzt verspricht Jake Dyson die Revolution der Beleuchtung am Arbeitsplatz. Sein LIGHTCYCLE folgt in puncto Helligkeit und Intensität dem Zyklus des Tageslichts; es passt sich sogar automatisch dem Alter und der Tätigkeit des Nutzers an. Und hält dabei jahrzehntelang! dyson.de

33 – Am Anfang stehen Bedürfnisse: entspannen, reden, arbeiten. Erst dann folgt die Form. Und weil Bedürfnisse sich ändern, muss auch die Form flexibel sein. So entstand die KOLLEKTION TABA von Alfredo Häberli: acht gepolsterte Elemente, unendlich variabel. Schön proportioniert und farbig. Auch Ästhetik ist eben ein Bedürfnis. moroso.it

34 - Ein ikonenhafter Küchenblock, der förmlich zu schweben scheint – mit ihrer Küche FOLD in Origamilook in Tombak, einer speziellen Messinglegierung inszeniert STEININGER die Küche als skulpturales Kunstwerk. In Handarbeit gefertigt und auf die persönlichen Wünsche jedes Kunden abgestimmt vereinen die FOLD -Küchenblöcke puristische Ästhetik mit technischen Raffinessen und höchstem Ausstattungskomfort. www.steininger-designers.at

AW Architektur & Wohnen, Ausgabe 04/20

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AW Architektur & Wohnen, Ausgabe 04/20

Brutal Charmant – Beton als BaustoffDie 33 wichtigsten Möbel-News dieses SommersAW-Architekt des Jahres 2020 - SnøhettaGartenträume: Fackeln, Windlichter, Feuerschalen.Alle Ausgaben können Sie auch als digitale E-Paper bestellen.

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