
Italienische Grandezza trifft Schiene: Ein Blick in das Herz des Orient Express La Dolce Vita
Die Legende des Orient Express ist seit jeher untrennbar mit den Kriminalromanen von Agatha Christie und dem Glanz der Belle Époque verbunden. Doch während klassische Konzepte oft das Erbe der 1920er-Jahre bewahren, bricht der La Dolce Vita Orient Express bewusst mit dieser Nostalgie. Er ist keine bloße Replikation der Vergangenheit, sondern eine architektonische Vision, die den Optimismus und die ästhetische Radikalität der 1960er- und 70er-Jahre auf die Schiene bringt. In Kooperation zwischen der Arsenale Group und der Accor-Gruppe entstanden, definiert dieses Projekt den Begriff des Luxusreisens durch die Linse des zeitgenössischen italienischen Designs völlig neu und setzt auf eine avantgardistische Ästhetik statt auf reine Historisierung. Wir zeigen Ihnen, wie der Luxuszug von innen aussieht.

So sieht der „Orient Express La Dolce Vita" aus
Die gestalterische Verantwortung für die 17 Waggons des Zuges liegt in den Händen des Mailänder Dimorestudio. Die Designer*innen haben ein Interieur geschaffen, das als Hommage an die großen italienischen Meister wie Gio Ponti, Carlo Scarpa und Ignazio Gardella gelesen werden kann. Statt klassischer Ornamentik dominieren geometrische Präzision und eine mutige Materialität. Die Waggons sind als fließende Räume konzipiert, in denen tiefes Smaragdgrün auf sattes Orange und hochglanzpoliertes Messing trifft. Die Lichtführung ist dabei ein zentrales Element: Große Fensterfronten lassen die italienische Landschaft Teil des Designs werden, während im Inneren Mid-Century-Leuchten ein diffuses, warmes Licht erzeugen, das die Texturen von Samt und lackiertem Holz hervorhebt.

Die Suiten: Private Residenzen höchster Handwerkskunst
An Bord des Zuges finden insgesamt 62 Gäst*innen in 12 Deluxe-Kabinen und 18 Suiten Platz. Die Kabinenkonfigurationen sind eine Meisterleistung der Raumnutzung und zeugen von höchster italienischer Handwerkskunst. Die Wände sind teilweise mit Alcantara bespannt, kombiniert mit geräucherten Spiegeln und edlen Holzfurnieren, die eine Atmosphäre von zeitloser Eleganz schaffen. In den Suiten finden sich vollwertige Badezimmer, die mit Portoro-Marmor und großzügigen Duschen ausgestattet sind – ein Komfort, der im Bereich der Schienenreisen bisher als kaum realisierbar galt. Details wie das Porzellan von Ginori 1735 und Textilien von Rivolta Carmignani unterstreichen den Anspruch, ausschließlich das Beste des „Made in Italy“ zu präsentieren.

Kulinarische Exzellenz unter der Leitung von Heinz Beck
Die gastronomische Begleitung wurde in die Hände von Drei-Sterne-Koch Heinz Beck gelegt. Seine Philosophie für den Zug ist eine kulinarische Kartografie der 14 Regionen, die der Orient Express durchquert. Die Menüs sind eine feingliedrige Antwort auf die jeweilige Umgebung: In Sizilien dominieren Meeresfrüchte und Zitrusnoten, während auf den nördlichen Routen Trüffel und Wildspezialitäten im Vordergrund stehen. Die Präsentation der Speisen folgt der ästhetischen Strenge des Interieurs, wobei jede Komponente ebenso präzise gewählt ist wie die Möbelstücke des Dimorestudios. Begleitet werden die Gänge von einer Weinauswahl, die die renommiertesten Weingüter Italiens repräsentiert.

Das soziale Zentrum: Der Bar- und Speisewagen
Der Barwagen bildet das gesellschaftliche Epizentrum des Zuges. Hier haben die Designer*innen mit wellenförmigen Sitzlandschaften gearbeitet, die ein Gefühl von Dynamik und Kontinuität vermitteln. Die Gestaltung zielt darauf ab, eine Atmosphäre zu schaffen, die tagsüber einer eleganten Galerie gleicht und sich abends in eine intime Lounge verwandelt. Ein Duo aus Saxophon und Gesang sorgt für eine akustische Untermalung, die den glamourösen Charakter des Raumes unterstreicht, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Hier, wie auch in der vom Architekten Hugo Toro entworfenen Lounge am Bahnhof Roma Ostiense, wird das Reisen als Gesamtkunstwerk inszeniert.

Kuratierte Erlebnisse jenseits der Gleise
Der Exklusivitätsanspruch setzt sich bei den Aktivitäten außerhalb des Zuges fort. Durch ein weitreichendes Netzwerk werden den Gäste Zugänge ermöglicht, die der breiten Öffentlichkeit verschlossen bleiben. Dies umfasst private Führungen durch Palazzi aus dem 16. Jahrhundert, nächtliche Bootsfahrten auf den Kanälen von Venedig oder Besuche auf exklusiven Öko-Bauernhöfen wie „La Portofinese“ in Ligurien. Dort können die Reisenden unter Anleitung von Expertinnen in die lokale Produktion von Olivenöl und Wein eintauchen. Der La Dolce Vita Orient Express fungiert somit nicht nur als Transportmittel, sondern als Kurator für tief verwurzelte, authentische Erlebnisse in ganz Italien.
Mehr Informationen und die Möglichkeit eine Reise mit dem Orient Express La Dolce Vita zu buchen, finden Sie auf der Website.