Der Star am Beckenrand: Die neuen Bad-Armaturen bringen sich in Stellung

Armaturen für den Waschplatz im Badezimmer sahen sich lange Zeit alle ziemlich ähnlich. Obligatorisch silbrig-chromglänzend, in kurzer geduckter Haltung mit hervorspringendem Hahn, der den Wasserstrahl mittig ins Becken lenkte. Die Vielfalt ist mit der Wandlung des Bads in die persönliche Wellnessoase immer größer geworden.

Man könnte meinen, wir befinden uns heute im Zenit der Gestaltungsoffensive. Natürlich wissen wir nicht, was noch kommt und wir unterschätzen auch auf keinen Fall den kreativen Geist der Design-Koryphäen und Badgestalter. Aber was sich, wenn es nach eben diesen schöpferischen Köpfen geht, aktuell auf, neben und über den Waschtischen positioniert, ist an Reichtum in farblicher, wie formaler Sicht enorm und – wer weiß – kaum noch zu überbieten.

Wir stellen Ihnen an dieser Stelle eine Auswahl aus der Fülle an Neuheiten vor. Mehr zu entdecken gibt es in der neuen Ausgabe der AW Architektur & Wohnen, der das große AW Bad Special – übrigens mit einer Übersicht von Adressen der besten Badplaner Deutschlands – beiliegt.

1. Axor „Citterio“ Einhebel- Waschtischmischer Unterputz für Wandmontage mit Hebelgriff

Armatur für Wandmontage: Aus der Feder einer der weltweit führenden Architekten stammt der Entwurf dieser eleganten Unterputz-Armatur. Antonio Citterio verbindet mit seiner nach ihm benannten Kollektion für den deutschen Traditionshersteller Axor by Hansgrohe traditionelle Elemente mit urbanem Purismus für eine moderne Anmutung, die schon heute das Zeug zum Klassiker mitbringt. 

Kantige Geradlinigkeit vereint sich mit charmant gerundeten Radien zu einem wahren Handschmeichler, die rechteckige Wandhalterung birgt in sich zwei kreisrunde Einlassungen für Hahn und Bedienhebel. Warm goldglänzend setzt das minimalistisch klare Design ein glamouröses Highlight am Waschplatz. Die Krönung für Waschtische und Waschschalen! 

2. Dornbracht „MEM“ Waschtisch-Dreilochbatterie mit Einzelrosetten

Als Inspiration diente den Designern von Dornbracht die Quelle. Dort, wo das Lebenselexier entspringt, liegen auch die Wurzeln dieser so simplen wie anmutigen Form. Von der Seite flach und kantig anzusehen, spannt der Auslauf einen dynamischen hohen Bogen hinein in die Mitte des Beckens. Und so fließt das Wasser wie aus einer natürlichen Quelle – kraftvoll, archaisch und stetig.

Dabei soll sich die Armatur selbst in ihrer Wirkung zurücknehmen und den Fokus auf das Element lenken. Zwei seitlich platzierte drehbare Bedienelemente in passend kantiger Form steuern Wassermenge und Temperatur. Mit ihrem matt gebürsteten Platin-Finish setzt die Armatur einen dezent warmen Akzent. 

Erhältlich ist „MEM“ außerdem in „dark Platinum matt“, „Messing gebürstet, „Platin“ und auch klassisch in „Chrom“.

3. Fantini: Kollektion AA/27 von Michael Anastassiades

Die Armatur, die Michael Anastassiades für Aboutwater – eine gemeinsame Marke von Boffi und Fantini – entworfen hat, besteht aus zwei separaten Komponenten: den Wasserhahn und den Regler. Beide werden durch ein drittes horizontal angebrachtes Element verbunden, das zylindrisch geformt ist. 

Größe und Proportionen der einzelnen Elemente sind so optimal aufeinander abgestimmt, dass sie als Ganzes ein harmonisches Bild ergeben.  Das besondere Detail: Der Wasserhahn scheint über der Oberfläche zu schweben. Ein einzigartiges Design kombiniert mit modernster innovativer Technik. 

Erhältlich ist die Armatur in den Ausführungen gebürsteter Edelstahl und Matt Gun Metal PVD.

4. Agape Square Benedini Associati:  Die freistehende Standarmatur 

Es hat etwas von einer fast künstlerischen Installation: Das auf einem Fuß stehende Bassin erhält eine ebenfalls bodenstehende Armatur an seine Seite gestellt. Sind technische Voraussetzung des Wasser-Zu- und -Ablaufs gesichert, entsteht ein Mittelpunkt im Badezimmer, der Raum für eine einzigartige Inszenierung bietet.

Entworfen von Benedini Associati, deren Gründer Giampaolo Benedini zugleich auch der Mitbegründer von Agape ist, erfüllt die Standarmatur zugleich anspruchsvolle ästhetische wie funktionale Aspekte. Ausgestattet mit einem aufgesetzten Hebelmischer lässt sich Wassermenge und Temperatur mit einem Griff regulieren. 

Hier in zeitlos weißer Pulverbeschichtung ein Monument der modernen Badarchitektur.

5. Rubinetterie Ritmonio „Dot 316“ round Standarmatur

Aufsatzwaschbecken liegen im Trend, erhöhen sie doch den Gestaltungsspielraum am Waschplatz durch die freie Wahl der Standfläche, auf der sie zum Stehen kommen. Ob klassischer Waschtischunterschrank oder wandhängende Konsole bieten sich unterschiedliche Möbel oder Bauelemente als Träger für eine wohnliche Optik an. Damit das Wasser über den erhöhten Rand ins Becken fließen kann, benötigt die Armatur mehr Höhe als die übliche beckenstehende Variante. 

„Dot 316“ von Ritmonio übernimmt den Auftrag auf maximal reduzierte Form. Das gerundete Rohr wächst 42 Zentimeter in die Höhe bevor es sich im rechten Winkel anmutig über das Becken neigt. Die Bedienung wird für die ultimativ puristische Wirkung von der Armatur abgekoppelt und findet per separatem Bedienknopf von der Wand aus statt. 

Erhältlich in klassischer Stahl-Optik sowie geschwärzt oder champagnerfarben ein urbanes Statement für Bad-Puristen.