Willkommen im Wellnessbad: Neue Konzepte für ganzheitliche Entspannungsmomente

Das Badezimmer als Ort des Rückzugs bekommt immer mehr Bedeutung und wandelt sich vom bloßen Raum für die tägliche Körperpflege zum „Living Bathroom“.

Dabei ist die Idee einer Wellnessoase in den eigenen vier Wänden nicht neu. Aber sie wird zunehmend perfektioniert. Grund dafür ist nicht die besondere Lage der letzten Monate, aber die hat wie in vielen anderen Lebensbereichen als Turbo gewirkt. 

„Die Nachfrage nach ganzheitlicher Badplanung und Sanierungen von älteren Bädern ist im vergangenen Jahr signifikant gestiegen. Das Private Spa als Rückzugsort mit hoher Aufenthaltsqualität steht bei vielen ganz oben auf der Wunschliste“, bestätigt auch Jens J. Wischmann von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. 

Die gelebte Wohnkultur aus Wohnzimmer, Garten und Küche wird auf das Badezimmer übertragen. Erweiterungen zum Wellness- und Fitness- Raum stellen dabei das Badezimmer auf eine neue Nutzungsebene, Sitzmöglichkeiten laden zu intimen Entspannungsmomenten ein. Die Steigerung der Aufenthaltsqualität erhöht dabei die Nutzungsdauer und rechtfertigt gleichzeitig großzügigere Grundrisse in der modernen Architektur.

 

Tipp: Mehr zum Thema finden Sie auch in der aktuellen Ausgabe AW 3/21 mit dem großen AW Bad Special.

Badewannen zum Abtauchen

Waren Badewannen eine Zeit lang die Sanitärelemente, die als erste zugunsten eines großzügigen Grundrisses und der bodeneben begehbaren Duschzone weichen mussten, feiern sie jetzt im wahrlich großen Stil ein fulminantes Comeback. 

Das liegt auch an der Erkenntnis vieler Bauherrn, dem Badezimmer entweder beim Neubau schon mehr Platz als den Standard zuzugestehen oder im Zuge von nötigen Sanierungsmaßnahmen dem neuen Private Spa Fläche von angrenzenden Zimmern zuzuschlagen. Oder gleich die Wände wie Hüllen fallenzulassen, um Schlaf- und Badezimmer miteinander zu vereinen. So wird Platz geschaffen für freistehende Exemplare, platziert vor bodentiefe Fenster, die den Blick hinaus in die Natur oder auf die Skyline der Stadt bieten.

Und weil die Badewanne auch als Symbol für den kontemplativen Moment im Badezimmerkosmos steht, verleihen ihr ihre Designer auch optisch mit kreisrunden Formen oder streng kantigen Silhouetten einen sinnlichen Aspekt.

Verbindungen zur Natur schaffen: Das Wellnessbad zieht nach draußen

Das Erleben der Jahreszeiten lässt sich durch die Öffnung des Bads zur Außenwelt, mit großen Fensterflächen und Materialien, die die Natur ins Innere holen, hautnah umsetzen. Noch einen Schritt weiter gehen Konzepte, die gleich ganze Funktionsbereiche des Bades – zumindest temporär und optional – nach draußen verlegen.

Durchdachte Outdoor-Duschbereiche laden für den ultimativen Frische-Kick zum authentischen Erlebnis unter freiem Himmel ein. Und die im Außenbereich integrierte Wanne – mit oder ohne Whirlpool-Funktionen – machen Garten, Veranda oder Dachterrasse zur Expansionsfläche des Badezimmers.