Home Office einrichten: Wie aus Freiflächen zuhause Arbeitsplätze werden

Schreibtischarbeit jenseits der obligatorischen auswärtigen Bürowände hat Konjunktur. Und Home Office-Konzepte sind gefragt wie nie. Damit sich der Arbeitsplatz zuhause vom ewigen Provisorium zur etablierten Alternative wandelt, helfen clevere Möbel und Module, sich variabel in die häusliche Wohnwelt zu integrieren. 

Denn nicht immer steht für das Home Office ein separates Zimmer zur Verfügung, in dem sich Schreibtisch, Stuhl und Regal dauerhaft positionieren lassen. Ob in Nischen oder Durchgangszimmer, allein, zu zweit oder als multifunktionaler Platz für alle Bewohner zur Erledigung von Schulaufgaben bis Steuererklärung – für jeden Anspruch gibt es die passende Lösung.

1. Klein, aber mein: Den Arbeitsplatz auf kleinem Raum einrichten

Der Idealfall: Ein wenig genutztes Zimmer in Haus oder Wohnung steht für die Nutzung als dauerhaftes Home-Office zur Verfügung. Insbesondere Selbstständige und Freiberufler arbeiten ausschließlich von Zuhause und benötigen dazu einen festen Arbeitsplatz. Aber auch, wer nur stunden- oder tageweise seinen Broterwerb in die heimischen vier Wände verlegt und über genügend Platz verfügt, ist dankbar dafür, bei konzentriertem Tun und wichtigen Telefonaten eine Tür schließen zu können.

Dank zunehmender Digitalisierung und dem Streben nach dem papierlosen Büro wird in vielen Fällen auch gar nicht so viel Raum benötigt: Ablageflächen lassen sich durch digitalisierte Unterlagen und Ordner auf ein Minimum reduzieren, um selbst das kleine Büro bei der Einrichtung nicht zu überfrachten. Unverzichtbar dagegen sind ein Schreibtisch und passender Stuhl, die ergonomisch aufeinander sowie den Benutzer abgestimmt sind.

Der Drehstuhl „S64 NDR“ sowie der Sekretär „S1200“ aus der Traditionsmanufaktur Thonet gehören zu den Möbelklassikern der Moderne, die den Arbeitsplatz auch unter stilistischen Gesichtspunkten zur ersten Anlaufstelle im Arbeitsalltag machen.

2. Mitten im Leben: Arbeiten in der Küche

Offene Wohnkonzepte liegen im Trend – bei Neubauten wird zumeist ganz auf trennende Wände in den Gemeinschaftszonen verzichtet. Und im Bestand fallen die Mauern bei der Renovierung zwischen Küche, Ess- und Wohnzimmer zugunsten von mehr Offenheit, Transparenz und lichter Weite. 

Was gut für das Miteinander und die Kommunikation ist, kann bei der temporären notwendigen Abgrenzung zum Problem werden. Immer auf dem Präsentierteller zu sitzen verhindert den Rückzug und die Abwendung vom Geschehen, um in Ruhe zu arbeiten und sich zu konzentrieren

Ein Schrankmodul mit Nische und einer Beleuchtung, die unabhängig von architektonischen Gegebenheiten den Arbeitsplatz blendfrei mit angenehmen Licht erhellt, sorgt für einen solchen Rückzugsort, selbst im trubeligen Familienalltag. 

Kompakt gestaltet, in charmant neutraler Farbigkeit fügt sich das Modulmöbel „Oxford“ vom italienischen Hersteller DVO in moderne Wohnwelten ein. Genügend viel Raum hinter geschlossenen Fronten nimmt zudem nach Feierabend alles auf, was an Arbeit erinnert und beim schweifenden Blick vom Esstisch durch den Raum aus störend sein könnte.

3. Arbeitsplatz im Schlafzimmer: Ungestörte Nachtruhe

Jeder weiß es, und doch lassen die Umstände manchmal keine andere Möglichkeit zu: Das Schlafzimmer ist eigentlich Tabuzone für den Schreibtisch! Denn der Raum ist einzig der Entspannung, Erholung und dem ungestörten Schlaf gewidmet. Alles, was an unerledigte Aufgaben und To-do-Listen erinnert, belastet und hindert am mentalen Abschalten.

Lässt sich aber tatsächlich im gesamten Wohnraum kein anderer Ort finden, wo der Arbeitsplatz seinen festen Standort finden kann, müssen erst recht clevere Lösungen her. Eine eingezogene Leichtbauwand, hinter der das Bett verschwindet, ist dabei die eleganteste Variante. 

Damit kein Gefühl von Beengung aufkommt und kein Fenster vermisst werden muss, sorgt eine transparente Schiebetür – die dazu auch Raum spart – für die nötige Luftigkeit. Zugleich bietet die Trennung eine glatte vertikale Fläche, an der gehängte wie gestellte Regale ihren Platz finden. Maßgenaue Einbauten wie vom Bremer Familienunternehmen „RaumPlus“ sorgen dafür, dass der individuelle Grundriss optimal genutzt wird und kein wertvoller Platz verloren geht.

4. Alles auf Durchzug: Arbeiten im Durchgangszimmer

Flur oder Diele können die Lösung sein bei der Suche nach einem halbwegs ungestörten Plätzchen, mitten im Leben. Denn wer seine Arbeitszeit flexibel regeln kann, findet hier jenseits vom Kommen und Gehen der Bewohner und Gäste einen wunderbar stillen Ort, an dem sich sonst niemand im Haus (lange) aufhält. 

Schmale und filigrane Möbel, die sich optisch nicht aufdrängen sowie genügend Stauraum für alle nötigen Utensilien bereichern das oftmals ungenutzte Durchgangszimmer sogar mit ihren stylishen Silhouetten. 

Der schwedische Hersteller „String“ liefert mit seinem modularen System aus 

  • Boden- und Wandleitern,
  • Regal- und Schreibplatten,
  • geschlossenen Schrankelementen

sowie zahlreichen Aufhängungen und cleveren Accessoires unzählige Ideen und Anregungen für die individuelle Gestaltung des Home-Office.

Einen besonderen Platz bietet im mehrstöckig bewohnten Haus zudem der Raum unter der Treppe. Der tote Winkel eignet sich als perfekter Rückzugsort, um ungestört zu sein. 

Ideal, wenn die Treppenkonstruktion ohne Setzstufen auskommt – das sorgt für Transparenz und Lichteinfall. Dunkle Bereiche, in die wenig oder sogar kein Tageslicht fällt, lassen sich dagegen mit LED- oder OLED-Paneelen, die das natürliche Licht imitieren, ausstatten. Ein Schreibtischstuhl, der nicht nur bequem sondern auch stylish ist (hier: @Just Evo von „Dauphin“ ) sorgt womöglich für längeres Verweilen als unbedingt nötig.

Team7 denkt bei seinem Entwurf nicht nur an die Wohngesundheit durch die Verwendung von unbelastetem Naturholz, sondern auch an die möglichst unsichtbare Verkabelung. Unter der beweglichen Tischplatte befinden sich Steckdosen und USB-Anschluss für die technischen Helfer, ohne dass ein unschöner Kabelsalat unterm Tisch die cleane Optik stören würde.

5. Lebensraum mit allen Facetten: Der Arbeitsplatz im Wohnzimmer

Eigentlich ist es kein großer Schritt, aus dem Wohn- auch das Arbeitszimmer zu machen. Digitalisierung sei Dank. Wo das klassische TV-Gerät vom Computer oder Beamer abgelöst wird und der Inhalt von wandweißen Aktenordnern auf eine kleine Festplatte oder virtuelle Cloud passen, lässt sich das obligatorische Low- oder Sideboard auch leicht in einen temporären Arbeitsplatz umwandeln. 

Zu den Bestsellern der Modulmöbel für diesen Zweck gehört zweifelsfrei das Schweizer Traditionsunternehmen USM. Ihr Möbelbausystem „USM Haller“ bereichert seit über 50 Jahren urbane Interieurs mit klarer Linie und wahlweise markanter Farbigkeit. Und das Beste ist: Das System ist so langlebig und flexibel, dass es sich auch nach Jahrzehnten immer wieder neu komponieren, ergänzen und verändern lässt.

6.  Für mehr Austausch und Miteinander: Das familien-kompatible Home Office

Elternteile wissen, wovon die Rede ist, wenn die Vereinbarkeit von Job und Familie zum Thema wird. Der ewige Spagat, ungestört zu arbeiten und trotzdem nicht den kommunikativen Anschluss beim Nachwuchs zu verlieren, zerrt nicht selten bei allen Betroffenen am Nervenkostüm. Allein die Möblierung richtet es vielleicht nicht – aber sie kann die Situation ein bisschen entspannen, auf die Bedürfnisse aller eingehen und die Beteiligten an einen Tisch bringen.

So möglich mit der „Work Station“ von Montana Furniture. Auf verstellbaren, nach Bedarf unterschiedlichen Höhen für verschiedene Körpergrößen, mit Trennwand und eigenständiger Ablage, die als Raumteiler fungiert, kombiniert das Möbel der dänischen Manufaktur zwei Schreibtische zu einer Einheit. Und wenn man mag, kann man sich auch jederzeit auf Augenhöhe begegnen.

Mehr Inspiration und Adressen zu stilvoll und funktional eingerichteten Büros finden Sie auf unserer Seite zu den AW Top-Büroeinrichtern.