US-Architekt Frank Gehry

Guggenheim-Museum in Bilbao

Frank Owen Gehry (eigentlich Ephraim Goldberg)

geboren 1929 in Toronto, Ontario (Kanada)

Tätigkeitsbereiche

Möbeldesign, Architektur

Kurzbiografie

Seine erste Frau, Anita Snyder, war unglücklich mit seinem Nachnamen und schlug ihm daher 1954 vor, den Nachnamen Goldberg in den weniger offensichtlich jüdischen Namen Gehry zu ändern, was er umgehend übernahm. Ob er aus diesem Grunde erfolgreicher wurde, lässt sich wohl nicht mehr feststellen. Fest steht allerdings: Frank Gehry ist derzeit einer der bekanntesten Architekten weltweit.

Seine dekonstruktivistischen Bauten, wie z.B. der Beekman Tower in New York (2010) oder das tanzende Haus in Prag (2003), sind einzigartig. Die New York Times kürte ihn 2009 deswegen sogar zum am meisten gefeierten US-Architekten seit Frank Lloyd Wright. Seine dekonstruktivistischen Experimente begannen mit dem Umbau seines eigenen Wohnhauses in Santa Monica, Kalifornien 1977.

Der internationale Durchbruch gelang ihm in Deutschland mit dem Vitra Design Museum in Weil am Rhein (1989). Wenig später folgte dann sein berühmtestes Gebäude, das Guggenheim-Museum in Bilbao (1991–1997).

Ausbildung/Werdegang

  • Bis 1954 Architekturstudium an der University of Southern California (USC) in Los Angeles.
  • Zweitstudium für Stadtplanung an der Harvard Graduate School of Design.
  • Seit 1962 betreibt er ein eigenes Architekturbüro in Los Angeles unter dem Namen Gehry Partners, LLP.
  • Er ist Professor für Architektur an der Columbia University und unterrichtet an der Yale School of Architecture.
  • Seit 1975 ist er in zweiter Ehe mit der Panamanesin Berta Isabel Aguilera verheiratet. Er hat mit ihr zwei Söhne (*1976) und (*1979) sowie zwei Töchter aus der ersten Ehe mit Anita Snyder, die 1968 geschieden wurde.
  • Er lebt und arbeitet in Los Angeles, USA.

Hotel in Barcelona

Hotel in Barcelona

Auszeichnungen

  • 1974 College of Fellows of the American Institute of Architects (AIA) 
  • 1989 Pritzker-Preis für Architektur
  • 1992 Wolf-Preis für Architektur, Wolf Foundation
  • 1992 Praemium Imperiale für Architektur, Japan Art Association
  • 1994 Dorothy and Lillian Gish Award
  • 1998 National Medal of Arts
  • 1998 Terminal Exapeny Price of New Art
  • 1998 Friedrich-Kiesler-Preis
  • 1999 Gold Medal, American Institute of Architects (AIA)
  • 2000 Preis für sein Lebenswerk des Cooper-Hewitt National Design Museum
  • 2000 Gold Medal, Royal Institute of British Architects (RIBA)
  • 2002 Gold Medal für Architektur, American Academy of Arts and Letters
  • 2002 Companion des Order of Canada
  • 2004  Woodrow Wilson Award 
  • 2006 California Hall of Fame

Bekannteste Werke (Auswahl)

Architektur

  • 1982–1984 California Aerospace Museum in Santa Monica, Kalifornien 
  • 1989 Vitra Design Museum in Weil am Rhein
  • 1991–1994 American Center in Paris (heute Cinémathèque Française)
  • 1993 Weisman Art Museum der University of Minnesota
  • 1993 Museum der Toleranz in Los Angeles 
  • 1994 eine Bushaltestelle bei BUSSTOPS in Hannover
  • 1991–1995 das Zentrum für Kommunikation und Technologie in Bad Oeynhausen 
  • 1992–1995 das Energie – Forum – Innovation in Bad Oeynhausen
  • 1996 das Tanzende Haus (Tančící dům) in Prag, mit Vlado Milunić
  • 1991–1997 das Guggenheim-Museum in Bilbao
  • 1997–1999 der Neue Zollhof im Düsseldorfer Medienhafen 
  • 1999–2000 das Experience Music Project in Seattle
  • 2000–2001 der Gehry-Tower in Hannover 
  • 2001 das Gebäude der DZ Bank in Berlin 
  • 1999–2003 die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles 
  • 2001–2005 das Museum MARTa Herford in Herford 
  • 2003–2006 das Hotel Marques de Riscal, Spanien 
  • 2004–2008 die Erweiterung der Art Gallery of Ontario (AGO) in Toronto 
  • 2006–2010 der Beekman Tower (Wolkenkratzer in New York)
  • 2007-2010 das Lou Ruvo Center in Las Vegas

Design

  • 1972 Wiggle Chair 
  • 1986 Red Beaver (Sessel)

Link

www.foga.com

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