Architekt Tadao Ando

Tadao Ando

geboren 1941 im Stadtteil Minato-ku, Ōsaka (Japan)

lebt und arbeitet in Osaka

Tätigkeitsbereiche

Architektur

Kurzbiografie

Tadao Ando ist der wohl berühmteste Architekt Japans. Schon mit 15 Jahren kaufte er sich ein Buch über Le Corbusier, den er bis heute verehrt. Obwohl er nie Architektur studiert hat, sondern in seiner Jugend eine Karriere als Profi-Boxer anstrebte, eröffnete er 1969 als Autodidakt in Ōsaka ein eigenes Atelier, das er Tadao Andō Architect & Associates nannte.

Sein erstes aufsehenerregendes Werk war das Azuma-Haus in seiner Heimatstadt Osaka in Japan für das er 1979 den Jahrespreis des Japan Institute of Architects erhielt. Dieses und alle seine späteren Werke zeichnet der spezielle Minimalismus aus, der zu Ando´s Markenzeichen geworden ist.

In der letzten Zeit engagiert er sich zunehmend umweltpolitisch. 2007 startete er das Projekt Umi-no-Mori („Meereswald“) in Tokio, bei dem eine ehemalige Müllkippe zu einem bewaldeten Naherholungsgebiet werden soll. Ando trägt damit die Botschaft in die Welt, dass es wichtig ist, dass die Menschheit im Einklang mit der Umwelt lebt.

Auszeichnungen (Auswahl)

  • 1979 Jahrespreis des Japan Institute of Architects
  • 1983 Japanese Cultural Design Preis
  • 1985 Fünfte Alvar-Aalto-Medaille
  • 1986 Jahrespreis des Japanischen Erziehungsministeriums
  • 1987 Mainichi Art Preis
  • 1988 Isoya Yoshida Award
  • 1989 Goldmedaille, Académie Francaise de l'Architecture
  • 1990 Ōsaka Art Preis
  • 1992 Carlsberg Architektur-Preis der Carlsberg-Stiftung
  • 1995 Chevalier de Ordre des Arts et des Lettres
  • 1995 Pritzker Architektur-Preis
  • 1996 Praemium Imperiale
  • 1997 Royal Gold Medal, Royal Institute of British Architects; Officier de l'ordre des Arts et des Lettres
  • 2002 Kyoto-Preis

Bekannteste Werke

  • 1976 Haus Azuma - Ōsaka, Japan
  • 1976–1977 Haus Matsumoto in Ashiya, Japan
  • 1981-1983 Wohngebäude am Rokkō in Kōbe
  • 1984  Festival - Einkaufszentrum in Naha Okinawa, Japan
  • 1979-1984 Haus Koshino - Ashiya, Japan
  • 1988-1989 Das Himeji Museum für Kinder in Hyōgo, Japan
  • 1989-1990 Kirche des Lichts, Ibaraki, Japan
  • 1989-1993 Konferenz- und Tagungsgebäude Vitra Design Museum, Weil am Rhein
  • 1989-92, 1997  Museum für zeitgenössische Kunst in Naoshima, Japan
  • 1991  Wassertempel, Insel Awaji, Hyōgo
  • 1991  Bahnhof von Kioto, Japan
  • 1992  Expo '92, Japan Pavillon, Sevilla
  • 1992  Kongresszentrum in Nara, Japan
  • 1996 Meditationszentrum für die Unesco in Paris
  • 1993–1995 Ayabe Community Center in Ayabe-shi, Japan
  • 1996 Toto Seminargebäude in Tsuna-gun, Japan
  • 1999  Sonntagsschule in Ibaraki, Japan
  • 2000 Benetton Research Center, Treviso, Italien
  • 2001 Pulitzer Foundation for the Arts in St. Louis, Missouri
  • 2002 Modern Art Museum of Fort Worth in Fort Worth, Texas
  • 2002 Hyōgo Prefectural Museum of Art, Kōbe
  • 2004 Kunsthaus der Langen Stiftung Raketenstation Hombroich, Deutschland
  • 2010 Steinskulpturen-Museum der Foundation Kubach-Wilmsen in Bad Münster am Stein

Ausbildung/Werdegang

  • In seiner Jugend wurde Tadao Ando zuerst Profiboxer.
  • Nach dieser Zeit bildete er sich in den 1960er Jahren autodidaktisch zum Architekten weiter, indem er zwischen 1962 und 1969 Reisen nach Europa, in die USA und nach  Afrika unternahm.
  • Als Autodidakt eröffnete Andō 1969 in Ōsaka ein eigenes Atelier, das er Tadao Andō Architect & Associates nannte und bis heute leitet.
  • Andō unterrichtete an verschiedenen Universitäten in den USA, wie Yale (1987), Columbia (1988), Harvard (1990) und seit 1997 an der Universität Tokio. Seit 2003 ist er emeritiert.
  • Er lebt und arbeitet in Osaka.

Links

Büro: www.tadao-ando.com

Fanseite (mit vielen Bildern): www.andotadao.org

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